Abschied von Matjora

Das auf einer idyllischen Insel gelegene Dorf Matjora soll dem Bau eines Wasserkraftwerkes weichen. Im Widerstand entwickelt die Dorfgemeinschaft Kraft, erlebt aber auch Opportunismus und Willkür. Abschied von Matjora war einer jener sowjetischen Filme, die im Rahmen von Glasnost und Perestroika aus dem Giftschrank geholt wurden. Seine künstlerische Autonomie überzeugt bis heute. Ko-Regisseurin Larissa Schepitko konnte die Premiere nicht mehr erleben, sie starb 1979 bei einem Verkehrsunfall. Wie sie musste auch ihr Mann Elem Klimow jahrelange Arbeitsverbote erdulden. Ab 1986 setzte er sich beharrlich für kulturpolitische Reformen ein.
Einführung und Moderation: Claus Löser (Filmhistoriker)
Gast: Gary Vanisian (Filmemacher)


In Zusammenarbeit mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur (LAkD)

Dates

21 Mai 2026 | 19:00

ZEITSCHNITT 2026 - Mut und Eigensinn

Die diesjährige »Zeitschnitt«-Reihe präsentiert deutsche und osteuropäische Filme über Zivilcourage und eigensinnige, mitunter widersprüchliche Menschen, die sich gegen Willkür wehren oder für demokratische Teilhabe einsetzen. Ob Spiel- oder Dokumentarfilm, ob authentischer Fall oder Fiktion- gezeigt wird die Kraft der scheinbar Schwachen und mit welchen Mitteln an unveränderbar wirkenden Verhältnissen gerüttelt werden kann.Nach dem Auftakt im Filmmuseum tourt die Reihe durch Brandenburg und findet am 20.11.2026 ihren Abschluss im Filmmuseum Potsdam.