Der in der Prignitz gedrehte Film stellt verschiedene Facetten des schweren Neuanfangs nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im ländlichen Raum dar: zerstörte Substanz, herrenlose Güter, Vertriebene aus dem Osten und Hamsternde aus der Stadt - ganz abgesehen von den seelischen Verwüstungen, die der Krieg hinterlassen hat. In einer überraschend improvisiert wirkenden Mischung aus Spiel- und Dokumentarszenen verbirgt der Film seine didaktischen Motive nicht. Mit platten propagandistischen Parolen hält er sich jedoch zurück.
Vorfilm: MAS »Fritz Reuter«
(R: Eva Fritzsche, DDR 1950, Dok.,16')
Einführung: Stephan Ahrens (Filmuniversität Babelsberg)
Filmreihe ab 15. Mai 20261945: Deutschland ist nach zwölf Jahren nationalsozialistischer Diktatur weitgehend zerstört, es herrschen Hunger und Not. Ohne Verzug gründen Filmenthusiast*innen ein »Filmaktiv«, die Keimzelle der zukünftigen DEFA. Neben dokumentarischen Filmen und Wochenschauen entstehen bald die ersten Spielfilme der Nachkriegszeit. Filme wie »Die Mörder sind unter uns«, »Ehe im Schatten« oder »Freies Land« spiegeln die unmittelbaren Bemühungen der Filmemacher*innen, Antworten auf die drängenden Fragen der Umbruchszeit zu finden. Allen voran: Wie konnte es geschehen, dass so viele Menschen der NS-Ideologie folgten?Am 17. Mai jährt sich das Gründungsdatum der DEFA zum 80. Mal. Ein Jahr lang wendet sich das Filmmuseum Potsdam zahlreichen Themen, Filmen und Personen zu, die das spätere staatliche Filmstudio der DDR geprägt haben. Ab Mai ist eine Auswahl aus den zwischen 1946 und 1992 entstandenen, mehr als 700 Spielfilmen und den unzähligen Dokumentar- und Kurzfilmproduktionen zu sehen. Ab dem 5.6. nimmt eine Foyerausstellung die Anfänge des Studios in den Nachkriegsjahren unter die Lupe, im Juli folgt eine umfangreiche Sonderausstellung zu »80 Jahre DEFA«.
In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam e.V. Mit freundlicher Unterstützung durch die DEFA-Stiftung.Medienpartner: Antenne Brandenburg / rbb