Drag-Performance: Zarah 47

Vor fast 120 Jahren wurde Zarah Leander geboren. Vor knapp 80 Jahren spielt Peter Lunds Musical-Solo »Zarah 47«: Zarah Leander, queere Ikone und gleichzeitig höchstbezahlte Schauspielerin unter dem NS-Regime und möglicherweise russische Spionin, lässt darin im Jahr 1947 ihr bisheriges Leben Revue passieren. In einer Inszenierung von Alexander Katt sortiert Tilly-Creutzfeldt-Jakob als Zarah Leander auf der Bühne des Filmmuseums alte Briefe- und trinkt dabei viel Schnaps.
Live-Performance mit Tilly Creutzfeld-Jakob

Dates

29 November 2026 | 19:00

Filmerbe-Festival Als Queer schwarz-weiß war

Filmerbe-Festival26. bis 29. November 2026Nicht erst in jüngerer Zeit wurde das Kino ein Ort für progressive und queere Themen. Crossdressing und ein anarchisches Spiel mit Genderrollen und sexuellen Identitäten begleiten die Filmgeschichte von Anbeginn. Die Stummfilme der 1910er und frühen 1920er Jahre mit tabubrechenden Auftritten von Stars wie Asta Nielsen sind reich an auf- und erregenden Filmstoffen und -bildern. Ihre Präsenz auf der Leinwand schuf Sichtbarkeit für andere Formen des Begehrens und bleibt auch für spätere Generationen queerer Filmemacher*innen einflussreich.Mit der dritten Auflage des Filmerbe-Festivals gehen wir weiter in der Geschichte und betrachten die Zeit des Nationalsozialismus und der 1950er Jahre. Filme aus dieser Zeit waren oft selbst Mittel zur Delegitimation queerer Menschen. Spätere Spiel- und Dokumentarfilme erzählen wiederum die Geschichten queerer Menschen und gehören zur heutigen Erinnerungskultur. Geprägt wird das Festival durch Einführungsvorträge und musikalisch-performative Begleitprogramme, die die Filmauswahl mit historischen Kontexten versorgen und die Brücke in die Gegenwart schlagen.In Zusammenarbeit mit Katte e.V. und mit freundlicher Unterstützung durch QueerScope e.V. - gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert durch die Landeshauptstadt Potsdam.Medienpartner:Stummfilm Magazin, taz