Kurzfilmprogramm: Amateurfilme aus Cottbus

Darf es noch ein bisschen mehr sein? heißt ein Film, der 1988 zum Sparen von Wasch- und Putzmitteln aufruft, um die Spreewald-Gewässer weniger zu verschmutzen. Es ist die 20. Produktion des Amateurfilmstudios im Textilkombinat Cottbus. Die Gruppe um Hubert Andörfer findet sich 1973 und dreht vor allem vor der Haustür. Wie für ein lokales Studio üblich, blickt es zunächst auf das eigene Werk und die eigene Stadt - begleitet die Stippvisite des DDR-Kosmonauten Sigmund Jähn, zeigt das Textilkombinat und die dort fabrizierte Mode. Auch ein Jugendklub wird porträtiert sowie die lebendige sorbische Kultur in der Region. Schließlich greifen die Amateure auch heikle Themen auf, in He, junge Mutti!etwa die in der DDR kaum öffentlich diskutierte Gewalt gegen Kinder.
1990 löst sich die Filmgruppe auf, das Textilkombinat wird abgewickelt. Zwei Studiomitglieder machen weiter und halten die Demonstrationen während der Wende auf Video fest:Was wird werdenist ein einzigartiges Zeitzeugnis, das in Auszügen vorgestellt wird.
Einführung: Ralf Forster (Filmmuseum Potsdam)
Zu Gast: Donald Saischowa (Ko-Regisseur von »Was wird werden«)

Dates

14 Juni 2026 | 11:00

Brandenburgs Filmerbe entdecken

Die Reihe präsentiert unbekannte Filme, die im Land Brandenburg angesiedelt oder dort entstanden sind. Der Schwerpunkt liegt auf Dokumentar- und Amateurfilmen aus Privathand, kleinen Archiven und vor allem unseren eigenen Sammlungen.