Das Haus am Fluß

Vier Frauen leben im Haus am Fluß: Mutter Voß, ihre beiden Töchter, Emmi und Agnes, und eine Schwiegertochter. Fatalistisch ertragen sie den Krieg und hoffen, dass ihre Männer gesund zurück kehren. Doch als Emmis Mann fällt, nimmt diese sich das Leben. Agnes' Mann kehrt zwar heim, aber schwer versehrt, und Agnes hat inzwischen ein Verhältnis mit ihrem Chef, dem Transportunternehmer Hüsgen. Als Agnes den zudringlichen Hüsgen in ihrer Not erschlägt, ergreift Mutter Voß, die bis dahin alles ertragen hat, die Initiative.
Roland Gräfs Spielfilm zeichnet ein eindringliches und vielschichtiges Bild der Zeit. Hochkarätig besetzt und beeindruckend gespielt.
Zu Gast: Schauspielerin Jutta Wachowiak und Schnittmeisterin Monika Schindler
Moderation: Knut Elstermann (Filmjournalist)

KONZERT FÜR BRATPFANNE UND ORCHESTER

Bum und seine Freund*innen aus dem Neubauviertel sind neugierige Kinder, die sich die Welt auf ihre Weise erschließen und sie zum Klingen bringen. So einige Erwachsene fühlen sich von dem »Lärm« provoziert. Als alle aufgerufen sind, sich am »Tag der guten Einfälle« zu beteiligen, planen Bum und seine Freund*innen einen ungewöhnlichen Beitrag, ein Konzert für Bratpfanne und Orchester.
Hannelore Unterbergs Kinderfilm handelt von der Freude an Musik und von der kreativen Kraft großer und kleiner Menschen im Umgang mit Rhythmus und Klang. Dabei spielen Drehorte im Potsdamer Stadtraum, das Schlosstheater im Neuen Palais und eine geheimnisvolle animierte Kanne eine wichtige Rolle.
Zu Gast: Regisseurin Hannelore Unterberg und Darsteller Tobias Unterberg
Moderation: Bernd Sahling (Freundeskreis des Filmmuseums, Regisseur)
Vor und nach dem Film: Klangwerkstatt in der Ausstellung

Dates

10 September 2026 | 19:00

Ohne Frühstück. Ohne Diskussion - 80 Jahre DEFA-Filme

Für das Filmmuseum Potsdam ist es ein besonderes Anliegen, das 80. Gründungsjubiläum der DEFA zu feiern und die Bestände der museumseigenen Sammlungen unter einem neuen Fokus zu präsentieren. Die DEFA war der einzige Studiobetrieb, der in der DDR Spielfilme herstellte. Die Produktionen waren bei weitem nicht nur Ausdruck der ideologischen Linie der Staatsführung, sondern oft eigensinnig und widerständig. Die Filmschaffenden formulierten die Sehnsüchte, Gefühle und Bedürfnisse der Bevölkerung, deren Teil sie waren. Essen/Trinken, Liebe/Sex, Freiheit/Fernweh ... In der Ausstellung werden einer Auswahl von Themen jeweils drei bis vier DEFA-Filme zugeordnet. Es sind Themen, die die Menschen auch heute noch umtreiben. Der Abgleich mit gegenwärtigen Bedingungen und Gegebenheiten kann ein differenzierteres Bild vom Leben in der DDR und auf den Kinoleinwänden ergeben. Die Ausstellung lädt ein zum Staunen und zum Lachen, zu negativen wie auch positiven Erinnerungen und zu neuen Perspektiven.Eine umfangreiche Film- und Veranstaltungsreihe ergänzt die Ausstellung im Kino.

Mit freundlicher Unterstützung durch die DEFA-Stiftung und den Freundeskreis des Filmmuseums Potsdam
Gefördert durch:Ostdeutsche Sparkassenstiftung, Mittelbrandenburgische Sparkasse in Potsdam, Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH, Landeshauptstadt Potsdam
Medienpartner:Antenne Brandenburg