CLIO 2026 Shortlist
Eingeschlagene Scheiben, Menschen mit Koffern, Güterzüge, Stacheldraht und Rauchschwaden. Aus mehr als 3.000 fiktionalen Spiel- und Fernsehfilmen verbindet
Holofiction
Ausschnitte zu einer mustergültigen Filmerzählung über den Holocaust. Von »Professor Mamlock« (UdSSR 1938) bis »Star Trek« - alle Clips werden durch Titeleinblendungen ausgewiesen. So lässt sich nachvollziehen, aus welchen Ländern besonders viele Filme über die Shoah kommen, wann sie Konjunktur hatten und wie sie sich entwickelten. Deutlich wird, welche Ausstattung, welche Blicke und Gesten es braucht, um bei Zuschauer*innen Empathie oder Schrecken herzustellen. Verfehlen die Bilder durch ihre ständige Wiederholung nicht auch oft ihre Wirkung? Wie können kommerzielle Filme über den Holocaust gleichzeitig respektvoll und unterhaltsam sein? Steckt das Kino in einem Dilemma? Michal Kosakowskis eindrucksvoller Kompilationsfilm beantwortet diese Fragen nicht, lädt aber zu einer tiefen Reflektion über kollektive Erinnerungsformen ein.
Zu Gast: Michal Kosakowski (Regisseur)
Moderation: Freya Glomb (Filmuniversität Babelsberg)
Eine Veranstaltung von moving history e.V. in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam, der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dem Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V. (ZZF). Gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg, vom Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) und von der Landeshauptstadt Potsdam.