Hans am Bass, Peter am Klavier: Die beiden Musiker suchen verzweifelt nach einem Engagement. Als Frauen verkleidet kommen sie schließlich bei einer Damenkapelle unter. Nach kurzer Zeit entwickeln beide Gefühle für dieselbe Frau und ein nachstellender Hotelbesitzer macht es ihnen immer schwerer, den Schwindel aufrecht zu erhalten. Das Remake der Crossdressing-Komödie
Fanfaren der Liebe
wurde 1959 als »Some Like It Hot« unter der Regie von Billy Wilder zum Welterfolg. Die turbulente deutsche Vorlage schließt an Crossdressing-Komödien aus der Stummfilmzeit an.
Einführung: Guido Altendorf (Filmmuseum Potsdam)
Vorfilm:
Eine moderne Jungfrau von Orléans
R: Max Skladanowsky, D 1914, 15'
Der Vorfilm zeigt Filmpionier Eugen Skaladanowsky als resolute Köchin, die ihren ängstlichen Arbeitgeber vor Einbrechern schützt.
An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt
Filmerbe-Festival26. bis 29. November 2026Nicht erst in jüngerer Zeit wurde das Kino ein Ort für progressive und queere Themen. Crossdressing und ein anarchisches Spiel mit Genderrollen und sexuellen Identitäten begleiten die Filmgeschichte von Anbeginn. Die Stummfilme der 1910er und frühen 1920er Jahre mit tabubrechenden Auftritten von Stars wie Asta Nielsen sind reich an auf- und erregenden Filmstoffen und -bildern. Ihre Präsenz auf der Leinwand schuf Sichtbarkeit für andere Formen des Begehrens und bleibt auch für spätere Generationen queerer Filmemacher*innen einflussreich.Mit der dritten Auflage des Filmerbe-Festivals gehen wir weiter in der Geschichte und betrachten die Zeit des Nationalsozialismus und der 1950er Jahre. Filme aus dieser Zeit waren oft selbst Mittel zur Delegitimation queerer Menschen. Spätere Spiel- und Dokumentarfilme erzählen wiederum die Geschichten queerer Menschen und gehören zur heutigen Erinnerungskultur. Geprägt wird das Festival durch Einführungsvorträge und musikalisch-performative Begleitprogramme, die die Filmauswahl mit historischen Kontexten versorgen und die Brücke in die Gegenwart schlagen.In Zusammenarbeit mit Katte e.V. und mit freundlicher Unterstützung durch QueerScope e.V. - gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert durch die Landeshauptstadt Potsdam.Medienpartner:Stummfilm Magazin, taz