Filmerbe-Festival Als Queer schwarz-weiß war

Filmerbe-Festival26. bis 29. November 2026Nicht erst in jüngerer Zeit wurde das Kino ein Ort für progressive und queere Themen. Crossdressing und ein anarchisches Spiel mit Genderrollen und sexuellen Identitäten begleiten die Filmgeschichte von Anbeginn. Die Stummfilme der 1910er und frühen 1920er Jahre mit tabubrechenden Auftritten von Stars wie Asta Nielsen sind reich an auf- und erregenden Filmstoffen und -bildern. Ihre Präsenz auf der Leinwand schuf Sichtbarkeit für andere Formen des Begehrens und bleibt auch für spätere Generationen queerer Filmemacher*innen einflussreich.Mit der dritten Auflage des Filmerbe-Festivals gehen wir weiter in der Geschichte und betrachten die Zeit des Nationalsozialismus und der 1950er Jahre. Filme aus dieser Zeit waren oft selbst Mittel zur Delegitimation queerer Menschen. Spätere Spiel- und Dokumentarfilme erzählen wiederum die Geschichten queerer Menschen und gehören zur heutigen Erinnerungskultur. Geprägt wird das Festival durch Einführungsvorträge und musikalisch-performative Begleitprogramme, die die Filmauswahl mit historischen Kontexten versorgen und die Brücke in die Gegenwart schlagen.In Zusammenarbeit mit Katte e.V. und mit freundlicher Unterstützung durch QueerScope e.V. - gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Gefördert durch die Landeshauptstadt Potsdam.Medienpartner:Stummfilm Magazin, taz

Schellack & Spritz


Mit DJ Heike
Getränkeempfang und Musik im Museumsfoyer
Eintritt frei

Aimée & Jaguar

R: Max Färberböck
D: Maria Schrader, Juliane Köhler, Johanna Wokalek
D 1999, 125′
Vorfilm: Arondeus Widerstand (R: Francesco Giordano, Stella Deborah Traub, D 2025, 5')
In Anwesenheit des Filmteams von »Arondeus Widerstand«
Begrüßung: Noosha Aubel (Oberbürgermeisterin der Stadt Potsdam)

Paragraph 175

R: Rob Epstein, Jeffrey Friedman
USA 2000, Dok., 81′
Einführung: Jirka Witschak (Katte e.V.)

Männer, Helden, schwule Nazis

R: Rosa von Praunheim
D 2005, Dok., 90′
Einführung: Manuel Schubert (taz)

Eine moderne Jungfrau von Orléans

Eine moderne Jungfrau von Orléans, R: Max Skladanowsky
D 1914, 15′
Fanfaren der Liebe, R: Kurt Hoffmann
D: Dieter Borsche, Inge Egger, Grethe Weiser
BRD 1951, 91′
An der Welte-Kinoorgel: Peer Kleinschmidt
Einführung: Guido Altendorf (Filmmuseum Potsdam)

Mädchen in Uniform

R: Géza von Radványi
D: Lilli Palmer, Romy Schneider, Therese Giehse
BRD/F 1958, 95′
Einführung: Christina Ruederer (Spinnboden Lesbenarchiv & Bibliothek e.V.)

Anders als Du und ich (§ 175)

R: Veit Harlan
D: Paula Wessely, Paul Dahlke, Hans Nielsen
BRD 1957, 91′
Einführung: Dr. Johanne Hoppe (Filmwissenschaftlerin)

Drag-Performance: Zarah 47

R: Alexander Katt, 60′
Drag-Performance mit Tilly Creutzfeld-Jakob