Erinnern heißt leben

Die Regisseurin Róża Berger-Fiedler (geb. 1940) gehörte zu einer der wenigen Regisseurinnen des Dokumentarfilms in der DDR. Von 1975-1990 arbeitete sie beim DEFA-Studio für Dokumentarfilme, u.a. bei der Gruppe Dokument und der Gruppe Chronik, 1991 gründete sie die BABEL Film und Video GmbH. Róża Berger-FiedlersFilme beschäftigen sich mit jüdischer Geschichte, vor allem als Verfolgungsgeschichte während des Nationalsozialismus, sowie auch mit dem jüdischen Kulturerbe, z.B. in Form von Friedhöfen und Synagogen. Die Regisseurin versteht sich als »Chronist jüdischen Lebens«. In den letzten Jahren wurde ihr facettenreiches filmisches Werk wiederentdeckt.

In Begleitung des Seminars »Jüdische Thematiken im DEFA-Dokumentarfilm« der Universität Potsdam zeigt das Filmmuseum Potsdam in Anwesenheit Róża Berger-Fiedlers die dokumentarischen Filme Erinnern heisst Leben (1988) und Betrifft: Fabrikaktion (1989).

Zu Gast: Róża Berger-Fiedler (Regisseurin)

Moderation: Ulrike Schneider (Universität Potsdam)


In Kooperation mit dem DFG-Projekt »Jüdisches Filmerbe«

Termine

18 November 2026 | 18:00

Ohne Frühstück. Ohne Diskussion - 80 Jahre DEFA-Filme

Ausstellung und Begleitveranstaltungen bis 2.5.2027Für das Filmmuseum Potsdam ist es ein besonderes Anliegen, das 80. Gründungsjubiläum der DEFA zu feiern und die Bestände der museumseigenen Sammlungen unter einem neuen Fokus zu präsentieren. Die DEFA war der einzige Studiobetrieb, der in der DDR Spielfilme herstellte. Die Produktionen waren bei weitem nicht nur Ausdruck der ideologischen Linie der Staatsführung, sondern oft eigensinnig und widerständig. Die Filmschaffenden formulierten die Sehnsüchte, Gefühle und Bedürfnisse der Bevölkerung, deren Teil sie waren. Essen/Trinken, Liebe/Sex, Freiheit/Fernweh ... In der Ausstellung werden einer Auswahl von Themen jeweils drei bis vier DEFA-Filme zugeordnet. Es sind Themen, die die Menschen auch heute noch umtreiben. Der Abgleich mit gegenwärtigen Bedingungen und Gegebenheiten kann ein differenzierteres Bild vom Leben in der DDR und auf den Kinoleinwänden ergeben. Die Ausstellung lädt ein zum Staunen und zum Lachen, zu negativen wie auch positiven Erinnerungen und zu neuen Perspektiven.Eine umfangreiche Film- und Veranstaltungsreihe ergänzt die Ausstellung im Kino.Mit freundlicher Unterstützung durch die DEFA-Stiftung und den Freundeskreis des Filmmuseums PotsdamGefördert durch:Ostdeutsche SparkassenstiftungMittelbrandenburgische Sparkasse in PotsdamMedienboard Berlin-Brandenburg GmbH Landeshauptstadt PotsdamMedienpartner:Antenne Brandenburg