Ghost Train - Trauberg, die DEFA und der Tod

Als im Mai 1946 in der Sowjetischen Besatzungszone die DEFA gegründet wurde, war sie ein Symbol für Neubeginn und kulturellen Aufbruch. Die Filmemacherin Darya Khrenova begibt sich Jahrzehnte später auf familiäre Spurensuche. Ihr Großvater Ilja Trauberg leitete ab 1947 das DEFA-Filmstudio. Ein Jahr später starb er unter mysteriösen Umständen.
Ans Tageslicht kommen immer neue Geschichten, Fotos und Dokumente über den Großvater. War Ilja Trauberg Cineast, Herzensbrecher oder Spion? Oder nur einer, der zu spät erkannte, dass das Kino zum Schaukasten für das gerade begonnene Wettrüsten zwischen Ost und West wurde?
Anschließend: Publikumsgespräch mit Linda Matern (Producerin), Günter Jordan (Protagonist, Filmhistoriker)
Moderation: Johanna Deventer (Filmuniversität Babelsberg)

Termine

26 Juni 2026 | 18:00

Foyerausstellung DEFA 80 - Diene Ehrlich Friedlichem Aufbau

Foyerausstellung ab 5. Juni,zugänglich täglich während der Öffnungszeiten von Museum und Kino (außer montags)1945: Deutschland ist nach 12 Jahren nationalsozialistischer Diktatur weitgehend zerstört, es herrschen Hunger und Not. Ohne Verzug gründen Filmenthusiasten das Filmaktiv, die Keimzelle der zukünftigen DEFA. Die ersten Filme - »Die Mörder sind unter uns«, »Ehe im Schatten«, »Der Rat der Götter« - spiegeln die Bemühungen der Filmemacher*innen, Antworten auf die drängendsten Fragen zu finden: Wie konnte es zu diesem Weltkrieg kommen, wie konnte es geschehen, dass so viele Menschen der NS-Ideologie folgten?Die Ausstellung wirft ein Licht auf die historisch einmaligen Leistungen der ersten Nachkriegsjahre und lädt ein, sich mit dieser Umbruchzeit und den Filmen erstmalig oder auch erneut zu beschäftigen.Eröffnung der Foyerausstellung am 4.6. in Anwesenheit der Ministerin Manja Schüle und weiterer GästeMit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis des Filmmuseums und die DEFA-Stiftung.Medienpartner: Antenne Brandenburg, Märkische Allgemeine Zeitung