Die 1942 geborene New Yorker Komponistin, Performerin und interdisziplinäre Künstlerin Meredith Monk hat mit ihren avantgardistischen Bühnen- und Klangwelten ein Werk geschaffen, dessen kultureller Einfluss nicht zu unterschätzen ist. In der von Männern dominierten Downtown-Kunstszene New Yorks der 1960er und 70er Jahre musste Monk um Anerkennung kämpfen. Die ersten Kritiken in der New York Times waren bösartig und sexistisch. Doch wie ihr gefeierter Zeitgenosse Philip Glass sagt »war sie von uns allen diejenige mit einem einzigartigen Talent und ist es noch«. Neben Glass kommen u.a. Björk und David Byrne zu Wort. »Statt einen größeren Erzählbogen zu spannen, setzt der Film auf Fragmente, die sich auf verschiedene Aspekte im Leben und Schaffen der Künstlerin konzentrieren. Mit klug eingesetztem Archivmaterial und immer wieder neuen visuellen Einfällen vermittelt er das Werk der Ausnahmemusikerin fundiert, nuancenreich und sinnlich.« (Filmdienst)
Am 18.3.2026 wird Meredith Monk in Berlin mit dem Großen Kunstpreis der Akademie der Künstegeehrt.
Unter dem Titel »New Realities« präsentieren wir Dokumentarfilme, die sich jenseits gängiger, fernsehtauglicher Formate auf Wagnisse einlassen, eigene ästhetische Wege beschreiten und unbekannte Themen erschließen.