Gründung der DEFA - Dokumentarfilm


Zur Sonderausstellung Ohne Frühstück. Ohne Diskussion. 80 Jahre DEFA-Filme (ab 24.07.2026), die der Gegenwart im Spielfilm der DEFA ein Forum bietet, wird im Rahmen des Besonderen Objekts übers Jahr der DEFA-Dokumentarfilm gewürdigt.

Kurz(film) Pop(ulärwissenschaftlicher Film) Dok(umentarfilm)
Allen ehemaligen Mitarbeitern hinter neben vor und nach der Kamera einen herzlichen Gruß


Um heute die Wirklichkeit der DDR kenntnisreich zu begreifen, hilft das Sehen von DEFA-Dokumentarfilmen. Mit der genreeigenen Gier auf das Geheimnis Mensch und das Leben sind sie oft sichtbare Replik auf staatlich behaupteten Schein. Sie sind ein Füllhorn an Abbildern von Gedanken, Gesten, List, Mut, Staatsnähe und -ferne; - und eben an dem, was in der DDR-Kunst aufregend-erregend war: einsames Denken gegen den Konformitätsdrang der Massen; gleich erschreckend in Vergangenheit und Gegenwart.
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Das besondere Objekt
Produktionsbuch 1978 der Künstlerischen Arbeitsgruppe "Kontakt" (Kinokurzfilm) aus dem Vorlass des Haupt-Produktionsleiters Ulrich Kling;
Mit Produktionstiteln (Arbeitstiteln) der geplanten Filme, ihrer Produktionsleiter, der Regie, Kamera, Dramaturgie, des Schnitts und Tons.
Unter anderem "Marie A." ("Die Pflaumenbäume sind wohl abgehauen", Regie: Kurt Tetzlaff, Interview mit Marie Rose Aman), für die Brecht das Gedicht 'Erinnerung an die Marie A.' schrieb mit den darin unvergesslichen Zeilen: ... "Und über uns im schönen Sommerhimmel / War eine Wolke, die ich lange sah / Sie war sehr weiß und ungeheuer oben / Und als ich aufsah, war sie nimmer da." ...
Aus den Sammlungen des Filmmuseums Potsdam