Tünche und Kompromisse: Naturschutzfilme in der DDR

Der DDR-Naturschutzfilm knüpft an die reiche Tradition des Ufa-Biologiefilms an. Doch seine Inhalte müssen sich - wie der Naturschutz selbst - den politischen Prämissen unterordnen: Erholung der Werktätigen, industrialisierte Landwirtschaft, Flächen für Stadterweiterungen. So handeln die Filme oft von Kompromissen wie z.B. Die verbotenen Inseln, in dem sich landwirtschaftliche Flächennutzung und Vogelschutz gegenüber stehen. Mutig sind die Kurzfilme dennoch, weil sie auch Konflikte benennen und einen konsequenten Naturschutz einfordern. In den 1980er Jahren nimmt die Kritik am Raubbau von Ressourcen zu. Die vielen ehrenamtlichen Naturschutz-Helfer*innen kommen nun häufiger vor die Kamera.
Einführung: Ralf Forster (Filmmuseum Potsdam und Ko-Kurator von »Achtung Eule!«)

Dates

22 April 2026 | 19:00

Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz

Im Naturkundemuseum Potsdam ist derzeit die Ausstellung »Achtung Eule! Ein Zeichen für den Naturschutz« über die Naturschutz-Eule und das Erfinderpaar Erna und Kurt Kretschmann zu sehen. Exemplarisch werden Naturschutz-Aktivitäten in der DDR und der Wendezeit dargestellt. Veranstaltungen und Filmabende begleiten die Ausstellung.Mit Unterstützung der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung und des Naturkundlichen Museumsvereins Brandenburg