Irgendwo in Europa

Ein alternder Musiker nähert sich einer Bande verwahrloster Kinder und Heranwachsender an, die sich raubend und marodierend durchs Leben schlägt. Zunächst stößt der Mann auf heftige Ablehnung, nach und nach gelingt es ihm aber, die Heimat- und Elternlosen zu sensibilisieren und ins Leben zurückzuführen. Der Stoff basiert auf den Aktivitäten des in Ungarn legendären evangelischen Theologen Gábor Sztehlo (1909-1974), einem »Gerechten unter den Völkern«, der nach 1945 mehrere hundert Waisenkinder rettete und in den Heimen seiner Kinderrepublik »Gaudiopolis« resozialisierte. Die Heime wurden 1950 von der kommunistischen Regierung zunächst verstaatlicht, dann aufgelöst.
Einführung und Nachgespräch: Dániel Rákosi (Ethnologe)
Moderation: Claus Löser (Filmhistoriker)

In Zusammenarbeit mit der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur. Mit freundlicher Unterstützung des Collegium Hungaricum Berlin

Termine

ZEITSCHNITT Europa zwischen Krieg und Frieden

Mit Filmen aus beiden Teilen Deutschlands sowie aus anderen Ländern Europas thematisiert die Film- und Veranstaltungsreihe »Zeitschnitt« in diesem Jahr europäische Realitäten zwischen Krieg und Frieden. Aus verschiedenen Blickwinkeln laden die Filme zum Nachdenken darüber ein, was vor 75 Jahren passierte, wie uns dies bis heute prägt und welche Verantwortung wir Deutsche auch heute noch haben.