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Hommage »Frau Augenzeuge«: Dr. Marion Keller
28.02.2019

Die neue Publikation der DEFA-Stiftung »Sie. Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme« ist uns Anlass, einen Filmabend für Marion Keller zu veranstalten. Zusammen mit Kurt Maetzig war sie nach dem Zweiten Weltkrieg Mitbegründerin der DEFA-Wochenschau und Erfinderin ihres Titels DER AUGENZEUGE, Texterin und schließlich Chefredakteurin. Konzeptionell ging es ihr um die Schaffung einer öffentlichen Meinung, als Voraussetzung für jede Demokratie, wofür DER AUGENZEUGE mit dem berühmten Slogan einstand: »Sie sehen selbst. Sie h ören selbst. Urteilen Sie selbst«. Ein Dauerbrenner der ersten Jahre war die Serie »Kinder suchen ihre Eltern«, in deren Folge 400 Kinder ihre Eltern wiederfanden. Als nach Umwandlung der SED in die »Partei neuen Typus« Marion Keller weiterhin die »Schärfung des kritischen Geistes durch Kritik an Missständen« forderte, wurde sie 1950 entlassen. 1955 verließ sie die DDR. Ihr Beitrag zu einer Neubestimmung der Filmwochenschau blieb nicht vergessen: Das Sonderprogramm »Wochenschau in Deutschland Ost und Deutschland West ̶ Gestaltung, Stilistik und Ästhetik« der 42. Internationalen Kurzfilmtagen in Oberhausen 1996 ehrte Marion Keller als Ehrengast.

2018 konnte das Filmmuseum wesentliche Unterlagen aus dem Nachlass Marion Kellers von ihrer Tochter Claudia Köpke übernehmen. Im jüngst erschienenen Journal der DEFA-Stiftung »Leuchtkraft 2018« stellen Günter Jordan und Claudia Köpke diese außergewöhnliche Frau eingehend vor.


Das Programm

Film: AZ 100/1 »Eine Gratulation: 100. Augenzeuge«

Begrüßung: Dorett Molitor (Filmmuseum Potsdam, Sammlungsleiterin)

Grußwort: Ralf Schenk (DEFA-Stiftung, Vorstand)

Film: Interview mit Marion Keller (Wilhelm von Kampen/Stephan Dolezel, 1995)

Lesung aus Briefen Marion Kellers: Claudia Köpke

Film: AZ 137/4 »Jahresschluss 1948 beim DEFA-AUGENZEUGEN«

Film: »Vor dem Vorhang« (Ausschnitte aus DER AUGENZEUGE, 1946-1948)
Einführung: Dr. Günter Jordan (Filmhistoriker)

enthält:
AZ 13/8 »Berlin-Shanghai«
AZ 42/6 »Vier Nationen sandten vier Frauen«
AZ 36/1 »Die vier Parteien haben das Wort«
AZ 45/8 »Eine Diskussion der studentischen Arbeitsgemeinschaft«
AZ 71/1 »Die zweite Jahrestagung der CDU«
AZ 71/9+10 »Deutschland gedenkt der Opfer des Faschismus«
AZ 100/5 »Aktuelles von Berlin und den Zonengrenzen«
AZ 109/11 »Was wäre, wenn ...«
AZ 110/9 »Diskussion im Äther«
AZ 112/7 »Unser Zweijahrplan wird verkündet«
AZ 112/10 »Die Optimistische Tragödie«
AZ 126/2 »Die Berliner Philharmoniker - eine Sektorenkapelle? «

Film: Botschafter des Friedens (SBZ 1948)

Film: Kindergärten (DDR 1951/Digital-Fassung 2018)

Anschließend: Empfang im Foyer

Mit freundlicher Unterstützung der DEFA Stiftung



TIME OF MY LIFE - Filmhits zum Mitsingen
01.03.2019

19:30 - 21:00 Uhr

Gemeinsam singen ist der Hit! Im Kinosaal des Filmmuseums Potsdam stimmt das Publikum in die beliebtesten Filmschlager aus alter und neuer Zeit ein! Alle Texte werden auf die Leinwand gebeamt, für musikalische Begleitung sorgt Sopranistin Christine Wolff. Ein unvergesslicher Mitmach-Abend mit den beliebtesten Hits und Melodien aus Filmen wie »Mary Poppins«, »Titanic«, »Grease« oder »Große Freiheit Nr.7«

Vorverkauf gestartet: https://www.eventbrite.de/e/time-of-my-life-filmhits-zum-mitsingen-tickets-55071078077
Eintritt: 10,00 Euro + 1,71 Euro Vorverkaufsgebühr, ermäßigt: 8,00 Euro + 1,61 Euro
Kombi Film und Singen: 14,00 Euro + 1,93 Euro Vorverkaufsgebühr
Kombi Film und Singen an der Abendkasse: 14,00 Euro

Mit Pause. Für Erfrischung ist gesorgt.

Hinweis: Zur Einstimmung läuft um 17 Uhr bereits die Musikkomödie »Mamma Mia!« (USA 2008).
an der Abendkasse: Eintritt: 6,00 Euro, erm. 5,00 Euro