Auch abseits malerischer Parks und Schlösser bot die Stadt Potsdam den Filmschaffenden des DEFA-Dokumentarfilmstudios immer wieder Geschichten und Motive.
Als eine der ersten DEFA-Dokumentarfilmproduktionen überhaupt ist
Potsdam baut auf
(1946) recht bekannt. Der filmische Rechenschaftsbericht strotzt vor Pathos und täuscht durch Idealisierung über die Nachkriegsrealität in der Stadt hinweg.
Vier Jahrzehnte später sind in der
DEFA-Kinobox 62
(1989) einige der letzten vom Studio hergestellten Stadtbilder zu sehen: Vorgestellt wird eine Gruppe von »Kaskadeuren« aus Ferch, die ihre spekatulären Stunts auf der Straße vor dem Filmmuseum durchführen.
Von Kriegsende bis Wendezeit versammelt das Kurzfilmprogramm kontrastreiche Aufnahmen aus Potsdam, und enthält Filme, die zum ersten Mal in unserem Kino zur Aufführung kommen.
Einführung: Hans-Gunter Voigt (Freundeskreis des Filmmuseums Potsdam)
Anschließend Bonusfilm:
Einführung zu »Potsdam baut auf« (R: Kristina Tschesch, D 2021, Dok., 15')
Foyerausstellung bis April 20271945: Deutschland ist nach 12 Jahren nationalsozialistischer Diktatur weitgehend zerstört, es herrschen Hunger und Not. Ohne Verzug gründen Filmenthusiast*innen das Filmaktiv, die Keimzelle der zukünftigen DEFA. Die ersten Filme - »Die Mörder sind unter uns«, »Ehe im Schatten«, »Der Rat der Götter« - spiegeln die Bemühungen der Filmemacher*innen, Antworten auf die drängendsten Fragen zu finden: Wie konnte es zu diesem Weltkrieg kommen, wie konnte es geschehen, dass so viele Menschen der NS-Ideologie folgten?Die Ausstellung wirft ein Licht auf die historisch einmaligen Leistungen der Filmindustrie in den Nachkriegsjahren und lädt ein, sich mit den Filmen dieser Zeit erstmalig oder auch erneut zu beschäftigen.
Täglich geöffnet während der Öffnungszeiten von Museum und Kino (außer montags)
Eintritt frei
Mit freundlicher Unterstützung durch den Freundeskreis des Filmmuseums und die DEFA-StiftungMedienpartner:Antenne Brandenburg