Der Andere

Auch in dem gleichnamigen Remake von Max Macks frühem Stummfilm leidet der Staatsanwalt Dr. Hallers an einer Persönlichkeitsspaltung. Tags bekämpft er unerbittlich Kriminalität und Prostitution, nachts verwandelt er sich und durchstreift die Berliner Halbwelt. Nachdem sich seine Persönlichkeitsstörung aufgeklärt hat, begibt sich Hallers in ärztliche Behandlung.
Robert Wienes erster Tonfilm betont deutlich stärker die psychologischen beziehungsweise psychoanalytischen Aspekte des Themas.

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Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.