Requisit Bratpfanne -
Hannelore Unterberg zum 85. Geburtstag
Regisseurin und Drehbuchautorin
Nach ihrem Diplom an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg 1971 ging Hannelore Unterberg zur DEFA und arbeitete zunächst als Dramaturgieassistentin, u.a. bei "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (CZ, DDR 1973, Regie: Václav Vorlícek). Sie ist auch die Autorin der deutschen Synchron-Textfassung. Ihr Regiedebüt, das Kindermusical "Konzert für Bratpfanne und Orchester" (DDR 1975) entstand nach eigenem Drehbuch und wurde für die tricktechnische Gestaltung beim 10. Internationalen Filmtechnischen Wettbewerb in Moskau (1976) mit dem Grand Prix ausgezeichnet.
Filme für ein junges Publikum blieben ein Schwerpunkt ihrer weiteren Arbeit. 1981 wurde sie zur Leiterin der Arbeitsgruppe "Filme für Kinder" ernannt. Ihr Kinofilm "Isabel auf der Treppe" (DDR 1984), die Adaption eines Hörspiels von Waltraut Lewin über ein chilenisches Mädchen in der DDR, wurde auf dem 4. Nationalen Kinderfilm Festival "Goldener Spatz" 1985 mit dem Preis der Jury des Jungen Publikums, auf den 14. Internationalen Filmfestspielen in Moskau mit dem Preis des Komsomol ausgezeichnet und - wie viele ihrer Filme - über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen. So eröffnete der Film im September 1985 die 1. Internationalen Kinder- und Jugendfilmfesttage in Wien. "Kinder entzückt von 'Isabel auf der Treppe'" titelte damals die BZ am Abend.
Nach der Wende arbeitete Hannelore Unterberg vor allem für das Fernsehen.
Hannelore Unterberg ist Mitglied der Deutschen Filmakademie.
(Txt: Filmuniversität Babelsberg)
Das besondere Objekt
Requisit Bratpfanne aus dem Film "Konzert für Bratpfanne und Orchester"
Aus den Sammlungen des Filmmuseums Potsdam