Olle Henry

DEFA-Stiftung/Ebert

In der 1982 entstandenen DEFA-Produktion agiert Michael Gwisdek als der desillusionierte ehemalige Boxprofi Henry Wolters, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges von der Animierdame Xenia aufgenommen wird. Xenia pflegt und liebt ihn, treibt ihn aber auch gegen seinen Willen zu einem Comeback im Boxring. Michael Gwisdek wurde für seine Darstellung mit der »Großen Klappe«, dem Kritikerpreis der DDR, ausgezeichnet.

Termine

In Erinnerung an Michael Gwisdek

Am Dienstag, 22.9.2020, starb unerwartet der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek. Die Mitabeiterinnen und Mitarbeiter des Filmmuseums Potsdam und der Filmuniversität Babelsberg werden ihn vermissen - auf der Leinwand und davor. Gehörten doch seine Leistungen als Schauspieler und seine Auftritte bei Filmgesprächen und Ausstellungseröffnungen zu den Höhepunkten im Spielplan des Museums.
Michael Gwisdek begeisterte im melancholischen ebenso wie im komischen Rollenfach. Darüber beherrschte er es beide Elemente zu verbinden. Durch ihre ausgefeilten Figurenzeichnungen und -konstellationen bestachen auch seine Regiearbeiten: »Treffen in Travers«, »Abschied von Agnes«, »Das Mambospiel«.
Zuletzt durften wir im Januar 2017 gemeinsam mit dem rbb Fernsehen seinen 75. Geburtstag im Filmmuseumskino feiern. Gwisdeks lebendige Erzählweise über seine Anfänge in kleineren Typenrollen im Babelsberger Studio, von seiner Theaterarbeit in Berlin und von den eigenen Lieblingsrollen in Filmen wie »Olle Henry«,
» Nachtgestalten « oder »Oh Boy« waren wir beeindruckt.

Mit einer Filmmatinee am Sonntag, 11.10.2020, um 10 Uhr (Wiederholung um 13 Uhr) erinnern wir an Michael Gwisdek und zeigen »Olle Henry« (R: Ulrich Weiß, DDR 1983). Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung wird empfohlen.