Verriegelte Zeit

Unter den vielen Filmen, die es heute zum Thema Staatssicherheit gibt, nimmt Verriegelte Zeit einen besonderen Platz ein. Nicht zuletzt aufgrund des historischen Moments: Der Dokumentarfilm entstand 1990, unter dem direkten Eindruck des politischen Umbruchs von 1989 und der Auflösung des MfS und noch vor Verabschiedung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes Ende 1991, das die Möglichkeit der Akteneinsicht regelte. Ein Moment des Übergangs, den der Film berührend einfängt: Die Regisseurin Sibylle Schönemann, 1984 von der Stasi inhaftiert und später vom Westen freigekauft, begibt sich im Frühjahr 1990 auf die Suche nach den Verantwortlichen für ihre Haft.
Gast: Sibylle Schönemann
Moderation: Ilka Brombach

Termine

Moving History - Festival des historischen Films

2019 jähren sich zum 30. Mal die Revolution von 1989 und der Mauerfall sowie ein Jahr später die Wiedervereinigung Deutschlands. Die zweite Ausgabe von »moving history« widmet sich der filmischen Verarbeitung dieser Ereignisse. An fünf Tagen werden im Filmmuseum Potsdam und im Thalia Programmkino Dokumentar- und Spielfilme aus mehr als drei Jahrzehnten gezeigt - zeithistorische Dokumente von 1989/90 sowie Filme, die seitdem entstanden sind und zur filmischen Erinnerungskultur gehören.Die Filmauswahl und die flankierenden Veranstaltungen mit Gästen sollen den Blick weiten - auf höchst unterschiedliche Perspektiven, die Filmemacher*innen aus Ost und West auf das deutsch-deutsche Verhältnis und die Wende hatten.Neben der Retrospektive sind sechs aktuelle Filme für die »Clio 2019« - den Preis für den besten Film zu einem historischen Thema- nominiert.

www.moving-history.de

Eine Veranstaltung des moving history - Festival des historischen Films Potsdam e.V. in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Zeithistorische Forschung und dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften