Winfried Junge

Dokumentarfilmer Winfried Junge feiert seinen 70.Geburtstag im Filmmuseum Potsdam (F: J. Leopold)
Juli 2005: Zum 70. Geburtstag

"Wenn ich erst zur Schule geh" hieß sein kleiner Dokumentarfilm von 1961. Wenige Tage nach dem Mauerbau war Drehbeginn in Golzow, einem kleinen Dorf im Oderbruch. Als am Ende des Schuljahres der zweite Film "Nach einem Jahr - Beobachtungen in einer ersten Klasse" entsteht, ahnen weder Schüler und Lehrer, noch die Filmemacher, dass die "Chronik der Kinder von Golzow" über nahezu fünf Jahrzehnte geführt und einmal zur längste Dokumentation der Filmgeschichte werden würde.

"Es war wie eine Kugel, die man anschiebt, die rollt und rollt weiter", beschreibt Winfried Junge seine Leidenschaft, dran zu bleiben. Und die hat den Berliner - der doch auch viele andere Dokumentationen, wie "Hummelflug" oder "Einberufen" gedreht hat - schließlich nicht nur ins Guinness-Buch der Rekorde gebracht, sondern auch weltweit ein Millionenpublikum begeistert.