Trouble in Paradise

Ernst Lubitschs eigener Lieblingsfilm: Die Diebin Lily und der Dieb Gaston verlieben sich ineinander, und beschließen fortan zusammenzuarbeiten. In Paris haben sie es auf die wohlhabende Witwe Mariette Colet abgesehen. Gaston arbeitet sich zu ihrem Sekretär hoch, und die äußerst attraktive Chefin bringt bald Gastons und Lilys Verhältnis ins Wanken. Die rasante Filmkomödie steckt voller ironischer Einfälle und steht für den »Lubitsch Touch«, mit dem es ihm immer wieder gelang, gewagte Szenen und sexuelle Anspielungen subtil und taktvoll auf die Leinwand zu bringen. Nicht nur für Billy Wilder, in dessen Büro der Spruch »Wie hätte Lubitsch es gemacht?« hing, waren Lubitschs Filme eine wichtige Inspirationsquelle.

Dates

Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.