Spur der Steine

Der populärste und nach 1989 erfolgreichste DDR-Verbotsfilm wurde 1966 nach kurzer Laufzeit und inszenierten Störaktionen abgesetzt. Der Baustellen-Western um den anarchischen Brigadier Balla, der sich mit dem idealistischen Parteisekretär Horrath und der neuen Bauingenieurin Kati anlegt, war mit einem opulenten Budget ausgestattet worden und hatte die DEFA nach dem 11. Plenum eigentlich rehabilitieren sollen.
Wie die sieben Männer von der Zimmermannsbrigade die ganze Breite der Straße einnehmen, erinnert nicht nur an »Die glorreichen Sieben«, der ebenfalls nach kurzem Einsatz in den DDR-Kinos zurückgezogen wurde. Spur der Steine kann auch als Antwort der DEFA auf »Die sieben Samurai« gewertet werden.

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Filmgeschichte im Doppelpack

Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg durchleuchtet die Reihe Filmgeschichte auf der Suche nach historischen Referenzen - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten.