Die feierliche Eröffnung der modernisierten Bereiche im historischen Marstall markiert einen weiteren Meilenstein in der erfolgreichen Entwicklung des Filmmuseums Potsdam als zentralem Ort der Filmkultur. Im Rahmen der Veranstaltung sprachen Dr. Michael Fürst sowie Beate Rabe aus der Abteilung Filmbildung und -vermittlung über die Bedeutung der
baulichen und inhaltlichen Erneuerungen für die zukünftige Arbeit des Hauses und für die filmkulturelle Bildung in Brandenburg.
Kulturministerin Dr. Manja Schüle:
Von Skladanowskys Bioscop bis zur Babelsberger Traumfabrik, vom Jüdischen Filmfestival bis zu Arthouse-Hits: Wer sich für Filme und Filmgeschichte begeistert, kommt am Filmmuseum Potsdam nicht vorbei. Seit 1981 prägt Deutschlands ältestes Filmmuseum das kulturelle Leben Potsdams - und weit darüber hinaus. Ich freue mich sehr, dass wir die Modernisierungsmaßnahmen im historischen Marstall mit 419.000 Euro aus dem Vermögen der ehemaligen Parteien und Massenorganisationen der DDR unterstützen konnten. Bestens angelegtes Geld, denn: Der Besuch im Filmmuseum wird noch angenehmer, das Haus vielfältiger und flexibler nutzbar. Ich finde: Ganz großes Kino!
Treffender lässt sich das Ergebnis der umfangreichen Baumaßnahmen kaum zusammenfassen.
Sachiko Schmidt (Programmleitung) und Dorett Molitor (Foyerausstellungen) erläuterten im Foyer die Modernisierungen im Kassenbereich, dem neuen Garderobebereich und auf der Galerie. Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch begleitet von der Schulband des Kooperationspartners Voltaire-Schule Potsdam.
Das Filmmuseum Potsdam ist mit seinem Kino und den Ausstellungen zentraler Akteur des Kulturangebots in Potsdam und strahlt weit über das Land Brandenburg hinaus. Dank einer Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg aus dem Vermögen der ehemaligen Parteien und Massenorganisationen der DDR in Höhe von 419.000 Euro waren im vergangenen Jahr Modernisierungsmaßnahmen möglich, die wesentlich dazu beitragen, den Besucher*innen den Aufenthalt im Marstall angenehmer und das attraktive Programm noch sichtbarer zu machen. Erstmals wird das Filmmuseum über einen Vermittlungsraum verfügen, der multifunktional genutzt werden kann und sich für unterschiedlichste Gruppen und Anlässe eignet. Wir haben damit einen flexiblen Ort geschaffen, der zum Kreativsein und Pausieren einlädt, wo Workshops und Veranstaltungen für Gruppen bis zu 30 Personen stattfinden können.
Mehr Kinofeeling für unsere Gäste
Das Foyer des Filmmuseums wurde mit einer digitalen Anzeigetafel ausgestattet. Hier können Sie Filmplakate und Trailer der aktuell laufenden Filme sehen und erhalten einen schnellen Überblick über unser Programm. Außerdem erlaubt die neue Anzeige es, auf Sonderveranstaltungen zu reagieren und diese ebenfalls individuell anzukündigen.
Mehr Platz für Ihre Sachen
Die neu gestaltete Garderobe des Museums verfügt nun über mehr Einzelfächer. Wir haben zudem dafür gesorgt, dass auch Gruppen ihre Sachen besser verstauen können. Außerdem gibt es hier nun Sitzgelegenheiten und eine gute Beleuchtung.
Mehr Klarheit und Flexibilität für die Foyerausstellungen
Um unsere kostenlos zugänglichen Foyerausstellungen noch einladender zu machen, haben wir die Galerie im ersten Obergeschoss renoviert und mit einem neuen Licht- und Hängesystem ausgestattet. Dank der flexiblen Ausstellungsdisplays können hier auch Objekte und Videos auf der Galerie präsentiert werden.
Mehr Raum für die Vermittlung
Wir freuen uns sehr, einen völlig neuen Bereich am Ende der ständigen Ausstellung im Erdgeschoss eröffnen zu können, der unseren Besucher*innen zur Verfügung steht und eine lang angestrebte, nun endlich umgesetzte Erweiterung für das Filmmuseum darstellt:
In Vorbereitung auf die Einrichtung und spätere Nutzung dieses Raumes wurden Kinder im Alter von 9-12 Jahren, Studierende der Fachhochschule Potsdam sowie Mitarbeitende des Filmmuseums zu Konzeptionswerkstätten eingeladen, in denen spätere Nutzungsszenarien erdacht und geplant wurden. Unser Dank für die Umsetzung geht an das Berliner
buerozentral.architekten.
Dieser Raum wird ab sofort für Workshops, Vorträge und kleinere Filmveranstaltungen, sowie als offener Arbeits- und Erlebnisbereich für Gruppen, u.a. für Schüler:innen und Studierende zur Verfügung stehen. Individualgäste des Museums können gemütlich verweilen, kreativ werden oder recherchieren.
Für die Vermittlungsarbeit des Hauses eröffnet dieser Raum vielfältige neue Möglichkeiten. Ob Lectures mit Filmausschnitten oder Trickfilmwerkstatt: flexible Möblierung und technische Ausstattung erlauben verschiedene Settings für buchbare Gruppenangebote, für Ferienspaß, fachlichen Austausch, Arbeit in studentischen Projektgruppen oder Gespräche am Ende einer Führung.
In Korrespondenz zu den Ausstellungen und in Kooperation mit Initiativen der Stadt sind außerdem Veranstaltungsformate möglich wie Lesungen, Talk-Runden, Open-Stage-Abende: durch diesen Raum gewinnt das Filmmuseum einen immer wieder neu zu füllenden und zu definierenden Freiraum, auch für partizipative Prozesse.
Da das auch für uns neu ist, machen wir den Anfang im Rahmen des Netzwerks
Kultur.Forscher! und unserer Kooperation mit der nahegelegenen Voltaire-Schule. Das Filmmuseum Potsdam stellt sein Knowhow in Sachen Film zur Verfügung, bietet fachspezifische Workshops an und gibt mit seinem Kinosaal schulischen Filmprojekten eine Bühne. In Ergänzung dazu teilen die Schüler*innen ihr Wissen mit uns. Sie erarbeiten Vermittlungsangebote für ein Schulfilmfestival, testen die in Entwicklung befindliche Museums-App und entwickeln in einem Gaming-Workshop ein analoges Spiel für das Schaudepot. Der neue Vermittlungsraum wird während der Museums-Öffnungszeiten Schüler*innen kostenfrei offenstehen: für Projektarbeit, um Freistunden zu überbrücken, Hausaufgaben zu machen oder nach Absprache auch als Bühne für ihre eigenen Ideen.
Kommen Sie vorbei und sagen Sie es weiter:
Offene Filmwerkstatt
In den Winterferien 2026 wird es an den Tagen 03. bis 05. Februar - neben dem Ferienkino im großen Kinosaal - auch Kreativangebote im Vermittlungsraum geben, Informationen auf unserer Homepage.
Informationen zum Vermittlungsprogramm