Leid und Herrlichkeit

In seinem neuen Film erzählt Pedro Almodóvar von einem gealterten, von körperlichen und seelischen Leiden gezeichneten Regisseur, der vor 32 Jahren das Filmemachen aufgab. Im Drogenrausch oder Traum kommen die Erinnerungen: aus der Kindheit und den wilden Jahren der »movida« in Madrid. Ein Neuanfang zeichnet sich ab, als sich Salvador mit seinem ehemaligen Lieblingsdarsteller Alberto nach jahrzehntelangem Zerwürfnis versöhnt. Durch Verwicklungen, wie sie für Almodóvars Filme typisch sind, trifft Salvador dann auch Federico, die Liebe seines Lebens, wieder. Der realistische Anteil, dieser melancholischen Autobiografie reicht bis ins Detail. Zum Beispiel ist Salvadors Wohnung mit Almodóvars eigenen Möbeln und Bildern ausgestattet. Und dennoch sollte man den »atemlos grandiosen Film« »nicht als autobiografisches Geständnis missverstehen«. (epd)
Für seine schauspielerische Leistung wurde Antonio Banderas, der Salvador spielt, beim Festival in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet.

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