Für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz - Brandenburg wählt!

29.08.2019

Veranstaltungsdatum
29.08.2019 - 11:00

Filmuniversität Babelsberg und Filmmuseum Potsdam laden ein:
ab 11:00 Uhr Offenes Haus mit Filmprogramm und Gesprächsgästen
im Filmmuseum Potsdam, Eintritt frei!

Vor 70 Jahren wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland feierlich verkündet. Es ist die freiheitlichste Verfassung der deutschen Geschichte und das Fundament, auf dem die deutsche Demokratie ruht. Es stellt die Unantastbarkeit der Menschenwürde unabhängig von Religion, Geschlecht, Herkunft und politischer Überzeugung in das Zentrum unseres staatlichen und gesellschaftlichen Miteinanders.

Die anstehenden Wahlen zum Brandenburger Landtag am 1. September 2019 zum Anlass nehmend, möchten wir uns mit den Mitteln des Films zu den zentralen Werten des Grundgesetzes, zu Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz bekennen und diese Rechte als Basis unserer freiheitlich demokratischen Gesellschaft feiern.

Am 29. August 2019 öffnen wir die Türen des Filmmuseums und laden alle Interessierten zu einem kostenfreien Programm mit Filmen und Gesprächen ein. Unser Dank gilt allen Partnern und Gästen aus Politik, Kultur und Wirtschaft wie Oberbürgermeister Mike Schubert, Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg, Dr. Carl Woebcken, Geschäftsführer Studio Babelsberg AG , Bettina Jahnke, Intendantin Hans Otto Theater Potsdam, Dr. Ortrud Westheider, Direktorin Museum Barberini u.v.a. für die eingegangenen Statements und Zusagen an unseren Gesprächsrunden.

Statements (eine Auswahl)

Patricia Schlesinger, Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg
"Das Spannungsfeld zwischen den nach vorne, nach Neuem strebenden Studierenden der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und dem bewahrenden, erinnernden Anspruch des Filmmuseums Potsdam hat für mich einen besonderen Reiz. Der Blick zurück zeigt, wie unheilvoll sich Gesellschaften entwickeln, die sich dem Nationalismus und der Intoleranz verschreiben. Der Blick nach vorn ermutigt, hoffnungsvoll einzutreten für ein friedliches, offenes Miteinander. Dem Film stehen dabei besondere Möglichkeiten zur Verfügung und ich beglückwünsche Sie zur Initiative, diese Möglichkeiten vor der Wahl zu nutzen. Vom heutigen Abend geht ein starkes Signal für Respekt und gegenseitige Achtung aus. Vergessen dürfen wir darüber eines nicht: In drei Tagen ist wählen gehen die erste Bürgerinnen- und Bürgerpflicht!"

Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin Medienboard Berlin-Brandenburg
"30 Jahre nach Mauerfall ... und der Zukunft zugewandt! Brandenburg wählt frei und demokratisch ... und das ist sehr gut so! Keine Mauern, die ein- oder ausgrenzen ... auch nicht im Kopf! Unsere Zukunft liegt in unseren Händen, die hoffentlich viele Wahlzettel abgegeben, die für eine liberale, weltoffene Landesregierung stimmen. Aus Erfahrung muss man klug werden: Intolerante Politik, die gesellschaftliche Gruppen ausgrenzt und die Kunst- und Medienfreiheit beschränkt, führt nicht zu Verbesserung der Lebensbedingungen, sondern zu Konflikten und Angst. Kein Weg zurück, sondern zusammen für ein freies, weltoffenes Brandenburg mit einer Zukunft ohne Mauern!"

Nico Hofmann, CEO UFA GmbH
"Gerade als Medienschaffende haben wir eine besondere Verantwortung, allen Versuchen, mit Fake News oder schiefen populistischen Narrativen unsere demokratische Gesellschaft zu spalten, entschieden entgegenzutreten. Keinesfalls dürfen wir denen, deren Geschäft die systematische Herabsetzung von Minderheiten oder die nationalistische Ausgrenzung anderer Kulturen ist, die unwidersprochene Gestaltung der öffentlichen Meinung überlassen. Wir müssen deshalb wieder und wieder die inhaltliche Auseinandersetzung suchen und Position beziehen - auch wenn es mühsam und bisweilen unbequem ist. Denn noch haben wir im wahrsten Sinne des Wortes die Wahl: Für eine offene, tolerante und vielfältige Gesellschaft und gegen Hetze, Geschichtsvergessenheit und dumpfe rechte Ressentiments. Nutzen wir diese Wahl, denn Nicht-wählen bewirkt auch nichts. Außer einer Stärkung der Antidemokraten."

Dr. Kurt Winkler, Vorsitzender der Geschäftsführung und Direktor des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte
"Unverzichtbar für ein demokratisches und weltoffenes Brandenburg ist eine kritische Auseinandersetzung mit und ein offener Diskurs über unsere Geschichte. Zukunft kann nur gestalten, wer über seine Herkunft nachdenkt, sich mit den dunklen Seiten der Vergangenheit auseinandersetzt und errungene Freiheiten verteidigt - das gilt im Privaten ebenso, wie in der Arbeit von Kultureinrichtungen. Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte lädt alle Brandenburgerinnen und Brandenburger ein, die lange Geschichte des Landes und insbesondere seine Zeitgeschichte im 20. Jahrhundert kennen zu lernen und an der Diskussion über eine demokratische und pluralistische Landesidentität aktiv teil zu nehmen."

Erklärung der Filmuniversität Babelsberg und des Filmmuseum Potsdam

Für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz - Brandenburg wählt - Filmprogramm am 29. August 2019 im FMP