Journal de Rivesaltes 1941-42

Friedel Bohny-Reiter arbeitete im Zweiten Weltkrieg als Krankenschwester für die Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes im Auffanglager von Rivesaltes. Dank der jungen Schweizerin wurden zahlreiche Kinder vor dem Tod in Auschwitz bewahrt. Auf den Spuren von Bohny-Reiters Tagebuch erzählt der Film von ihrem Wirken, flankiert von Bildern des verfallenen Lagers, Gesprächen mit Geretteten und auch mit Bohny-Reiter, deren Passagen eine junge Schauspielerin übernimmt.
Jacqueline Veuve zählt zu den bedeutendsten Dokumentarfilmer*innen der Schweiz, wo sich mit den 1960er Jahren ein bedeutendes Dokumentarfilmschaffen entwickelte. Die um die 60 Filme der Westschweizer Ethnologin und Regisseurin, die meisten in der Schweiz gedreht und viele mit internationalen Preisen versehen, zeigen ihr Land ohne Nostalgie und nehmen oft Frauen in den Blick.

Termine

17 August 2018 | 19:00

Schweizer Macherinnen - Frauen vor und hinter der Kamera

Seit den 2000ern tragen prämierte und publikumswirksame Filme von Frauen zu einem neuen Auf- und Umbruch im Schweizer Filmschaffen bei und sorgen nicht nur in der Eidgenossenschaft für einen Hype. Das Filmmuseum Potsdam gibt in den Sommermonaten einen Einblick in die Filmkultur der Schweiz. Die älteste heute noch bestehende Schweizer Filmgesellschaft, die 1924 gegründete Praesens-Film AG, trug maßgeblich zur Blütezeit des Schweizer Kinos während der 1930er und 40er Jahre bei und verschaffte ihm internationale Geltung. Erneuerung erfuhr das Filmschaffen in der Schweiz besonders mit den nach 1960 entstandenen unabhängigen Filmen der Protagonist*innen des neuen Schweizer Films. Die Filmreihe spannt einen historischen Bogen von der Stummfilmzeit bis heute und stellt dabei Arbeiten von Filmemacherinnen sowie Filme über Frauen in der Schweiz in den Vordergrund.