Frank Beyer

Regisseur Frank Beyer hat Babelsberger Filmgeschichte geschrieben (F: J. Leopold)
Er brachte der DDR die einzige Oscar-Nominierung.Aber nicht nur wegen "Jakob, der Lügner" (1974) ist Frank Beyer neben Konrad Wolf der wichtigste Regisseur der DEFA, zählt zu den wenigen, die auch international Anerkennung gefunden haben.

Als Absolvent der Filmhochschule Prag schafft der in Thüringen Geborene schon früh den Sprung in die Spielfilm-Regie der DEFA, dreht mit gerademal dreißig seinen großen Erfolg "Nackt unter Wölfen". Beyers künstlerischer Anspruch bringt ihm jedoch auch zunehmend Probleme, wie das Verbot seiner respektlosen Baustellen-Komödie "Spur der Steine". Nach seinem Protest gegen die Biermann-Ausbürgerung fliegt er aus der SED, seine Arbeitsmöglichkeiten werden weiter eingeschränkt, Filme, wie "Das Versteck" und "Der Aufenthalt" werden zurückgehalten.

Nach der Wende arbeitet Beyer fast nur noch fürs Fernsehen ("Nikolaikirche", "Abgehauen") und lernt eine neue Art von Zensur kennen: "Der (neue) Druck ist lautloser...Du bekommst einfach kein Geld mehr für bestimmte Projekte."