Der Salamander

Pierre soll ein Drehbuch nach einem wahren Fall schreiben: Ein Mann hat sich beim Reinigen seiner Waffe erschossen. Oder wurde er von seiner Nichte Rosemonde getötet? Die junge, unberechenbare Genferin, die vom Gericht freigesprochen wurde, zieht bald auch Pierres Freund Paul in ihren Bann.
Regisseur Alain Tanner, einer der wichtigsten Stellvertreter des neuen Schweizer Films und der Groupe 5, gelang mit Der Salamander ein Welterfolg. Geschildert wird die Emanzipation einer Frau, die die Alltagsnormen durchbricht und auch im Leben der beiden Männer einen Veränderungsprozess auslöst. Vielschichtig, poetisch und mit Humor beschäftigt sich Tanner wenige Jahre nach dem Mai 1968 mit dem Problem der Identitätssuche in der gleichgeschalteten Konsumgesellschaft und reflektiert das Verhältnis zwischen Kunst und Wirklichkeit.

Termine

Schweizer Macherinnen - Frauen vor und hinter der Kamera

Seit den 2000ern tragen prämierte und publikumswirksame Filme von Frauen zu einem neuen Auf- und Umbruch im Schweizer Filmschaffen bei und sorgen nicht nur in der Eidgenossenschaft für einen Hype. Das Filmmuseum Potsdam gibt in den Sommermonaten einen Einblick in die Filmkultur und -geschichte der Schweiz- mit einer Filmreihe, die einen historischen Bogen von der Stummfilmzeit bis in die 2010er Jahre spannt. Dabei stehen Arbeiten von Filmemacherinnen sowie Filme über Frauen im Vordergrund.