Der Filmamateur

Um das Aufwachsen der neugeborenen Tochter festzuhalten, kauft sich der junge Vater Filip eine Schmalfilmkamera. Er erliegt der Magie des Kinos und beginnt über den Alltag seiner Freunde und Kollegen kurze Dokumentarfilme zu drehen. Doch im kommunistischen Polen der 1970er Jahre sind Freiheiten begrenzt und so kommt es zum Konflikt mit der Obrigkeit. Krzysztof Kieślowski schildert in seinem internationalen Durchbruchsfilm die Entwicklung eines Fabrikarbeiters zu einem leidenschaftlichen Amateurfilmer und Cinephilen. Die Kamera wird zum Instrument der Selbsterkenntnis und Welterfahrung, aber sie entfremdet Filip auch von seiner Umwelt. Am Ende muss er sich entscheiden: Festhalten am Alten oder Aufbruch ins Neue. Gezeigt wird eine 35mm-Kopie der vom DEFA Studio für Synchronisation hergestellten deutschen Kinofassung.

Mit Dank an das Bundesarchiv und an die DEFA-Stiftung.

Termine

Home Movie Come Back Amateurfilm gestern und heute

Privatvideos sind dank Smartphones und sozialer Netzwerke Teil der heutigen Alltagskultur. Jeder Kinofilm kann auf DVD, Blu-ray oder über Video-on-Demand-Plattformen auch zu Hause gesehen werden. Dieses Phänomen ist jedoch nicht neu. Es knüpft an eine Tradition an, die vor 150 Jahren mit optischen Spielzeugen und Laterna magica-Shows für daheim begann.Die Ausstellung unternimmt einen Streifzug durch die medienübergreifende Geschichte des Heimfilms: Von den vorkinematografischen Wurzeln über die klassischen Formen hin zu aktuellen Home-Movie-Kulturen. In einem Wohnzimmer, das den 1960er Jahren nachempfunden ist, können Besucher*innen in die Welt der Hobbyfilmerei eintauchen und ausgestellte Filmtechnik aus insgesamt sechs Jahrzehnten bewundern. Den ambitionierten Amateurfilmer*innen und politisch engagierten Video-Kollektiven der Nachkriegszeit ist ein weiteres Kapitel gewidmet.In Kooperation mit dem Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität BabelsbergGefördert durch das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM