DDR-Experimentalfilme

Ab den späten 1970er Jahren entstand in der DDR eine unabhängige Schmalfilmszene, die sich nicht nur von den Produktionen aus Babelsberg und Adlershof distanzierte, sondern auch vom offiziellen Amateurfilmschaffen absetzte. Die ausgewählten Schmalfilme stammen aus den Jahren 1983 bis 1989 und zeugen von einer heterogenen Untergrundfilmkultur in Ostdeutschland. Obwohl der Zugang zur internationalen (vor allem westlichen) Filmkultur in der DDR nur eingeschränkt möglich war und die Lage für Cineasten, deren Interesse dem Underground- und Experimentalfilm galt, besonders schwierig war, erstaunt die Nähe der Arbeiten zur internationalen Filmavantgarde. Mit großem improvisatorischem Geschick setzte man sich nicht allein bei der Produktion über technische Mängel hinweg. Auch die Vorführungen, die zur Entstehungszeit der Filme natürlich nicht in Kinos stattfanden, wurden auf provisorischen Leinwänden und im Verborgenen organisiert. Gezeigt werden Filme von Helge Leiberg, Cornelia Schleime, Via Lewandowsky, Thomas Werner, Ramona Köppel-Welsh, Gino Hahnemann und Claus Löser.
Einführung: Sabine Lang, Dennis Oestreich (Filmuniversität Babelsberg)

In Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Dates

15 November 2019 | 19:00

Kleine Archive, große Schätze

Gemeinsam mit dem Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg präsentieren wir kleine deutsche Archive, Kinematheken und Sammlungen, deren Filmschätze einen wichtigen Beitrag zu einer weitgefächerten Kinoprogrammgestaltung darstellen. Studierende stellen ausgesuchte Filme eines dieser Archive vor. Diesmal stehen DDR-Experimentalfilme aus dem ex.oriente.lux-Archiv des Filmhistorikers, Filmemachers und Kurators Claus Löser auf dem Programm.