Die papierene Brücke

Immer mehr Filmemacher*innen widmen sich in essayistischen Dokumentarfilmen der Aufarbeitung ihrer Familiengeschichte in Bezug auf den Nationalsozialismus. Ruth Beckermanns Reise durch ihre persönliche Familiengeschichte ist hierfür eines der ersten Beispiele. Sie erzählt zugleich die Geschichte der mitteleuropäischen Jüd*innen und die Geschichte einer Region. Die Reise führt sie von Wien, wo ihre Großmutter den Krieg überlebte, indem sie sich stumm stellte, und wohin ihre Mutter aus Israel zurückkehrte, in die Landschaft Osteuropas, die von der Verfolgung und Vernichtung der Jüd*innen zeugt. Die papierene Brücke führt das Verhältnis zwischen Geschichte und Erinnerung vor, verweist auf den Akt des Filmens als solchen und zeigt einige Minuten lang den Faschismus der Gegenwart bei der Arbeit.
Einführung: Birgit Kohler (Arsenal Berlin)

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17 März 2022 | 19:00

Kino gegen rechts

Rechtsextremismus und Populismus stellen eine immer größere Bedrohung für die offene, demokratische Gesellschaft dar. Nicht nur in Deutschland bereiten sie Hass und Spaltung, rassistischen, antisemitischen, antiislamischen und migrationsfeindlichen Strömungen den Weg. Sie können die freiheitliche Ordnung und demokratische (Kultur-)Politik nicht nur angreifen, sondern auch zerstören. In der Reihe »Kino gegen rechts« sind internationale, historische und aktuelle Filme zu sehen, die den Auswirkungen ultrarechter Tendenzen und rechtsextremer Gruppierungen und Parteien nachspüren und ihre Ausmaße, aber auch Gegenpositionen und Auswege aufzeigen.