Der Kanal

Nicht nur der Film Noir, sondern auch »Wajdas ganz frühe Filme, zumal >Asche und Diamant< und der direkt auf Dantes >Inferno< bezogene >Der Kanal< , waren mit ihren schweren, langen Schatten und ihrem diffusen, unwirklichen Licht den Meisterwerken des französischen Vorkriegsfilms (etwa Marcel Carnés »Der Tag bricht an«) näher als irgendeinem sozialistischen Realismus.« (Die Zeit)
Der Kanal spielt im September 1944. Erzählt wird aus den letzten Tagen des Warschauer Aufstands. Zadra, Kompanieführer der polnischen Heimatarmee, will die letzten Überlebenden - unter ihnen zwei Mädchen und ein kleiner Junge - aus dem Kampf gegen die deutsche Besatzung führen. Als die Situation immer aussichtsloser wird, erhält Zadra den Befehl, sich mit seinen Leuten ins Stadtzentrum zurückzuziehen. Der einzige Weg dorthin führt durch das Warschauer Kanalsystem. Der damals 31-jährige Andrzej Wajda erhielt mit »Der Kanal« 1957 beim Festival in Cannes den Spezialpreis der Jury.

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Filmgeschichte im Doppelpack

Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg durchleuchtet die Reihe Filmgeschichte auf der Suche nach historischen Referenzen. In diesem Monat stehen zunächst zwei so amüsante wie rasante Verwechslungskomödien um Königshäuser, Prinzen, Prinzessinnen und einen »Modefürst« auf dem Programm. Im zweiten »Doppelpack« sind frühe Spielfilme über den Untergang der Titanic zu sehen.