Die Parallelstraße

»Die Parallelstraße ist einer der ungewöhnlichsten deutschen Spielfilme überhaupt«, stellte der Filmwissenschaftler Hans Scheugl einmal fest. »In einem Kafka-Raum sitzen fünf Ionesco-Personen in einer Sartre-Situation und plagen sich mit einem Camus-Problem«, spottete die Süddeutsche Zeitung nach der Premiere. Dabei setzt sich der Film bewusst über Genregrenzen hinweg. Das Produktionsteam sammelte auf einer
Weltreise kraftvolle Color-Dokumentarfilmaufnahmen, die anschließend mit einer Spielhandlung in sachlichem Schwarzweiß verbunden wurden. Beide Ebenen kommentieren sich gegenseitig.
Vorfilm: Spiel in Farben (R: Raymond Ménégoz-Genestal, BRD 1961, 23')

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Lebenszeichen revisited

Die Reihe begleitet ein Seminar des Studiengangs Europäische Medienwissenschaft und behandelt den deutschen Autorenfilm, wie er ab etwa 1960 nach dem sogenannten Oberhausener Manifest entstanden ist.