Arzt und Dämon

Victor Flemings visuell herausragende, starbesetzte Adaption von Robert Louis Stevensons Novelle »Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde« kam 1949 in die deutschen Kinos, beworben durch ein Plakat des Malers und Grafikers Heinz Schulz-Neudamm, der in der Nachkriegszeit besonders für amerikanische Filmverleihe aktiv war. Amerikanische Filme, die während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland nicht gezeigt wurden, kamen erst jetzt zum Einsatz.
Ausstellungseröffnung am 12.4. um 19 Uhr in Anwesenheit von William Gillespie (Sydney, Australien)

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Plakativ. Filmwerbung und Propaganda in Demokratie und Diktatur

Am Beispiel der Filmwerbung und ihrer vielfältigen Gestaltungsformen wirft die Ausstellung »Plakativ. Filmwerbung und Propaganda in Demokratie und Diktatur« neues Licht auf jenen Teil der deutschen Filmgeschichte, der mit der größten Katastrophe des 20. Jahrhunderts verbunden ist. Im Zentrum steht die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur: Filmpolitik und Werbung werden hier parallel gesetzt mit einer ideologischen Radikalisierung, die bereits 1933 im Ausschluss von Juden aus der deutschen Filmindustrie erkennbar ist und während des Zweiten Weltkriegs in den Holocaust mündete.Neben Plakaten zu Kriegs- und Propagandafilmen, Melodramen und Biografien heroischer Männer sind rare Plakate für deutsche Filme aus Belgien, Frankreich, Finnland und Schweden zu sehen.Gerahmt wird dieser Schwerpunkt auf der NS-Zeit durch Plakate aus den Krisenjahren der Weimarer Republik und einen Ausblick auf die frühen Nachkriegsjahre, in denen die Weichen für eine geteilte Filmgeschichte in Ost und West gestellt wurden. Die Ausstellung präsentiert einen Querschnitt aus der Sammlung von William Gillespie (Sydney, Australien).