Ludwig II. - Glanz und Ende eines Königs

Foto: DFF - Deutschen Filminstitut  Filmmuseum

Nachdem sein Leichenzug zu sehen war, wird in Rückblenden aus dem Leben König Ludwig II. erzählt - wie ihm schon kurz nach der Thronbesteigung klar wird, dass er seine politischen Ambitionen nicht durchsetzen kann, wie er sich von den Regierungsgeschäften abwendet, immer mehr vereinsamt, entmündigt und festgenommen wird, schließlich den Tod findet.
Regisseur Helmut Käutner spart jegliche Andeutungen zur Homosexualität Ludwig II. aus. Dagegen rückt er die romantische Legende von der Liebe des Bayernkönigs zur Kaiserin von Österreich in den Vordergrund. »Wegen seiner idealisierenden und ein wenig pathetischen Form zunächst unterschätztes Porträt des Bayerischen Märchenkönigs, das die inszenatorischen Fähigkeiten Käutners beweist.« (Heyne Filmlexikon)

Dates

26 Juli 2019 | 18:00

Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.