Irrungen, Wirrungen

Theodor Fontanes Erzählung stieß im Erscheinungsjahr 1888 auf heftige Proteste. Bemängelt wurde die unbefangene Darstellung der nicht standesgemäßen Liebe zwischen einem Adligen und einer zum Kleinbürgertum gehörenden Schneidermamsell: Lene Nimptsch und Offizier Botho von Rienäcker können die zwischen ihnen bestehenden Standesgrenzen nicht überwinden und heiraten schließlich je eine(n) andere(n), was für die beiden nur ein eingeschränktes Glück bedeutet. In der Verfilmung für das Fernsehen der DDR ist Jutta Hoffmann als Lene zu sehen.
Einführung: Evelyn Hampicke (Filmhistorikerin)

Dates

Foyerausstellung Theodor Fontanes Männlichkeiten

Die Foyerausstellung fokussiert mit der Betrachtung des reichen Kosmos Fontane'scher Männerfiguren auf die kulturpolitischen Hintergründe filmischer Literaturvermittlung in beiden deutschen Staaten. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Interpretationen, Inszenierungsweisen und Besetzungspolitiken zu jeweils ein- und derselben literarischen Vorlage im historischen Wandel.Eine umfangreiche Filmreihe im Kino begleitet die Ausstellung.
Mit freundlicher Unterstützung der VG Bild-Kunst