A Star Is Born (1954)

Schon 1937 schilderte Regisseur William A. Wellman mit »Ein Stern geht auf« die Kehrseite einer Hollywood-Karriere. Die bekanntere Verfilmung ist aber die von George Cukor aus dem Jahr 1954. Sie erzählt die Geschichte vom Aufstieg eines Revuestars und dem gleichzeitigen Abstieg ihres Geliebten als melodramatisches Musical. Nach der Uraufführung in einer von Cukor nicht autorisierten Fassung in den Kinos, wurde der Film in den 1980er Jahren wieder auf die originale Länge gebracht. »Das Original legt Zeugnis ab von der künstlerischen Meisterleistung Cukors, von der gelungenen Integration scheinbar unvereinbarer Genres, vom Wagemut im Umgang mit dem damals noch ungewohnten CinemaScope-Format, von einer atemberaubenden Schnitttechnik und dem Gespür für filmischen Rhythmus.« (Filmdienst)

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Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.