Pulp Fiction

Ein Leibwächter soll auf die junge Frau seines Gangsterbosses aufpassen, ein Boxer auf der Flucht riskiert sein Leben für eine geerbte Uhr, zwei Killer müssen eine Leiche und eine Limousine voller Blut beseitigen. - Mit der brillanten schwarzen Komödie Pulp Fiction, die in der Unterwelt von Los Angeles angesiedelt ist, schrieb Quentin Tarantino Filmgeschichte. Im Spiel mit Filmgenres und Elementen der Popkultur erzeugt er eine Künstlichkeit, die auch durch den Einsatz der Schauspieler*innen unterstrichen wird. So wird zum Beispiel in der Tanzszene John Travoltas mit Uma Thurman klar auf John Travolta als Schauspieler und seine Rolle in »Saturday Night Fever« verwiesen.

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Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.