Die Suffragette

Frauenrechte

Fünf Jahre bevor das Frauenwahlrecht in Deutschland durchgesetzt wird - und 58 Jahre, bevor es in der Schweiz soweit sein wird - trägt Asta Nielsen das feministische Kampfthema der ersten Stunde in die Kinos. Sie spielt Nelly Panburne, Tochter aus wohlhabendem Londoner Hause. Statt standesgemäß zu heiraten, holt ihre Mutter sie in die Suffragetten-Bewegung. In Krawatte und schmalem Rock wirft Nelly Scheiben ein, schwingt Reden und wehrt sich gegen die Polizei. Leichtfüßig beschreibt der Film die dramatischen Kämpfe der Frauen um ein Grundrecht, schildert Klassenunterschiede und nutzt als Rahmen eine Liebesgeschichte. Letzere wird jedoch den aktivistischen Biografien der geschilderten historischen Personen kaum gerecht.
"Die Suffragette" ist als Fragment überliefert. Die Rekonstruktion ersetzt fehlende Szenen durch Zwischentitel und Standfotografien. (jh)

Live-Musik: Eunice Martins
Einführung: Madeleine Bernstorff (Filmkuratorin/ Autorin)

Dates

25 September 2022 | 17:00

Asta Nielsen ABC. Filme und Fragmente

Veranstaltungsreihe vom 15.9. bis 25.9.2022

Asta Nielsen war der erste internationale Filmstar, eine Ikone der Moderne und prägte das Kino in seinen Anfängen maßgeblich.
Mit »Der Totentanz« wurde 1912 der erste Spielfilm in Babelsberg gedreht, vor der Kamera: Asta Nielsen. Der 25. Mai 2022 markiert ihren 50. Todestag. Asta Nielsens Schaffen in den Babelsberger Filmstudios lässt sich heute in den Sammlungen des Filmmuseums Potsdam erforschen.
Mit »Asta Nielsen ABC. Filme und Fragmente« werden die komödiantischen, tragischen und verführerischen Rollen der Schauspielerin gewürdigt. Die Vielfalt der Themen, die Asta Nielsens Filme heute noch zu einem grenzüberschreitenden Erlebnis machen, wird aus feministischer Perspektive aufgefächert.
Die Retrospektive zeigt analoge und digitale Fassungen sowie aktuelle Restaurierungen aus zahlreichen internationalen und nationalen Archiven. Einführungen und Live-Musik sowie ein Filmangebot im virtuellen Kinosaal begleiten das Programm. (Über den gesamten Monat September in unserem Kino2online: "A Red Carpet for Asta Nielsen" (R: Eva Tind, DK 2016, Dok., OmU, 52'), "Die ewige Nacht" (R: Urban Gad, D 1916, 3'), Asta Nielsen privatoptagelser" (1913, Dok., 4').
Auch das Ausstellungsformat "Das besondere Objekt" im Foyer des Filmmuseums wird der Künstlerin gewidmet.
»Asta Nielsen ABC. Filme und Fragmente« wird kuratiert von Johanne Hoppe (jh) und Elena Baumeister (eb).

Eine Veranstaltung des Filmmuseums Potsdam mit freundlicher Unterstützung des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften (ZeM) und der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.
Präsentiert von: Filmlöwin, Stummfilm Magazin
Dank an: Det Danske Filminstitut, Königlich Dänische Botschaft Berlin