Die Feuerprobe - Novemberpogrom 1938

Im November 1938 wurden in Deutschland jüdische Geschäfte und Synagogen zerstört und Hunderte jüdischer Frauen und Männer von den Nationalsozialisten ermordet. Damit fand das jüdische Gemeinschaftsleben in Deutschland - noch Jahre vor der Shoah - sein vorläufiges Ende. Die Pogrome wurden offiziell geplant und offen angekündigt. Dennoch verhängten die Nazis ein Foto- und Filmverbot, nur wenige gefilmte und fotografierte Dokumente der Taten existieren. Erwin Leiser, der 1938 in Berlin lebte und den Holocaust im Exil überlebte, rekonstruierte 1988 die Ereignisse anlässlich des 50. Jahrestages des Novemberpogroms durch aufwendige Recherchen. Historische Aufnahmen und Texte in Verbindung mit der Schilderung persönlicher Erlebnisse durch Zeitzeugen machen den Film zu einem wichtigen und eindringlichen Zeugnis.
Anschließend: Podiumsgespräch mit Julius H. Schoeps (MMZ) und Ulrich Knufinke (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege): »Die Pogromnacht 1938 und Versuche einer neuen Synagogenarchitektur - 80 Jahre danach«, Moderation: Olaf Glöckner (MMZ)

In Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum

Termine

Potsdamer Gespräche Umkämpfte Demokratie

Das 20. Jahrhundert war von menschenverachtenden Diktaturen und Kriegen, aber gerade in Deutschland auch von der Auseinandersetzung um Demokratie geprägt. Die diesjährigen Potsdamer Gespräche beleuchten, wie sich Menschen, Parteien und Weltanschauungslager im 20. Jahrhundert für den demokratischen Gedanken engagierten, und wie unterschiedlich sie ihn verstanden.