Das Cabinet des Dr. Caligari

Mit der Ankunft des unheimlichen Hypnotiseurs Dr. Caligari und seines schlafwandelnden Mediums auf einem Jahrmarkt beginnt eine rätselhafte Mordserie, welche die Bewohner einer norddeutschen Kleinstadt in Angst und Schrecken versetzt.
»Caligari« gilt noch heute als ästhetische Ausnahmeerscheinung, die Ausstattung ist einzigartig in der Filmgeschichte. Robert Wienes Film hatte mit den kunstvoll verzerrten Kulissen, ihrem Spiel mit der Perspektive, fantasievollen Kostümen und dem doppelbödigen, unheimlichen Plot den deutschen Film-Expressionismus mitbegründet.
Am Klavier: Peter Gotthardt

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Filmgeschichte im Doppelpack

Von heute bis gestern, von den 2010ern zurück bis in die ersten Kino-Dekaden betrachtet die Reihe internationale Filmgeschichte im Doppelpack. Historische Referenzen werden aufgemacht - von inhaltlichen und formalen Analogien und Bezugnahmen über Hommagen, Kontinuitäten, Neuinterpretationen und Remakes zu mehr oder weniger eindeutigen Zitaten. Über Gattungs- und Genregrenzen hinweg wird die Filmgeschichte durchleuchtet, um deutlich zu machen, wie immens wichtig die Cinephilie und die Auseinandersetzung mit Filmgeschichte nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch und gerade für (angehende) Filmschaffende sind. Mit Jean-Luc-Godards »Die Verachtung« kommt die Rückschau in den 1960ern an. Zusammen mit Godards Hommage an Fritz Lang ist dessen ausgewiesenes Meisterwerk »M - Eine Stadt sucht einen Mörder« zu sehen. Von der französischen Filmzeitschrift »Cahiers du Cinéma«, zu deren Redaktionsteam Godard in den 1950ern gehörte, wurde »M« 2008 in die Liste der 100 besten Filme aller Zeiten aufgenommen.