Once We Were Jews

Generationen-Porträt der jüdischen Familie Steinitz: Den Holocaust überleben sie im Exil. Die Mitglieder der Familie, die nach Schweden geflohen waren, kehren nach dem Krieg nach Ost-Berlin zurück - um ein antifaschistisches neues Deutschland in der DDR aufzubauen. Der habilitierte Ökonom Klaus Steinitz war bis zum Mauerfall gegenüber der SED loyal und hat die anti-israelische Politik der DDR mitgetragen. Seine Tochter Katrin trieb dagegen als Mitglied der Bürgerbewegung Neues Forum die Wende voran. Ihre beiden Söhne Benjamin und Matti engagieren sich Anfang der 1990er gegen die erstarkende Neonazi-Szene. Bei den Linken stoßen sie dabei nicht selten auf antisemitische Ressentiments. Auf der Suche nach ihrer jüdischen Identität organisieren sie ein Wiedersehen der Großfamilie, bei dem sich viele Mitglieder aus aller Welt treffen. Der Film hält diese ungewöhnliche Zusammenkunft fest und thematisiert das gespaltene und strittige Verhältnis der Familienmitglieder zu ihrer jüdischen Herkunft sowie deren Rolle für ihr politisches Selbstverständnis.
Am 8.9. in Anwesenheit des Regisseurs Frank Gutermuth sowie der Protagonist*innen Klaus Steinitz, Katrin Steinitz und Benjamin Steinitz
Moderation: Susanne Krause-Hinrichs (F. C. Flick Stiftung)

Dates

Jüdisches Film Festival Berlin Brandenburg