Ausstellungseröffnung und Klaviertheater

Lusine Khachatryan; Foto: Pavel Metelitsyn

Die »Dichterin des Klaviers«, Lusine Khachatryan, vereint in ihrem Stück »Sehnsucht« musikalisches und szenisches Spiel und bezieht sich auf armenische Volkslieder und -tänze sowie die Werke des armenischen Dichters und Volkssängers Sayat Nova, auf den Künstler Sergey Parajanov und auf den Komponisten Aram Khachaturyan.

In Zusammenarbeit mit dem Verein der Freunde und Förderer des Filmmuseums Potsdam e.V. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Armenien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Termine

Sergey Parajanov - Kunst ohne Grenzen

#in MarginalieAusstellungbis 6. Januar 2019 Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Armenien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgDie Filme des sowjetisch-armenischen Regisseurs Sergey Parajanov (1924-1990) gehören zu den bildmächtigsten und poetischsten innerhalb des filmgeschichtlichen Kanons. Während Parajanov von Zeitgenossen wie Fellini, Godard oder Tarkovski für seine Arbeiten bewundert wurde, unterlagen diese in der Sowjetunion der Zensur. Er selbst wurde mehrmals inhaftiert und später mit Arbeitsverbot belegt. Heute lassen sich - von Madonna bis Nicolas Jaar - die Bildmotive aus seinen Filmen als Zitate und Reverenzen in vielen Facetten der Popkultur und der Kunstszene wiederfinden.Als Maler und Bildhauer ist Parajanov bislang weniger bekannt. Über 600 Zeichnungen, Gemälde und Assemblagen werden im Sergey Parajanov Museum in Jerewan aufbewahrt und ausgestellt. Erstmals vermittelt eine Präsentation in Deutschland einen Eindruck von den barock anmutenden, sehr filigran ausgeführten Bildwerken. Durch Parajanovs Einsatz von Motiven und Objekten der Volkskunst des Kaukasus in Kombination mit Zitaten des westlichen Bilderkanons wird eine Künstlerpersönlichkeit sichtbar, die jenseits politischer und kultureller Demarkationen beheimatet ist.