Der Filmamateur

Um das Aufwachsen der neugeborenen Tochter festzuhalten, kauft sich der junge Vater Filip eine Schmalfilmkamera. Er erliegt der Magie des Kinos und beginnt über den Alltag seiner Freunde und Kollegen kurze Dokumentarfilme zu drehen. Doch im kommunistischen Polen der 1970er Jahre sind Freiheiten begrenzt und so kommt es zum Konflikt mit der Obrigkeit. Krzysztof Kieślowski schildert in seinem internationalen Durchbruchsfilm die Entwicklung eines Fabrikarbeiters zu einem leidenschaftlichen Amateurfilmer und Cinephilen. Die Kamera wird zum Instrument der Selbsterkenntnis und Welterfahrung, aber sie entfremdet Filip auch von seiner Umwelt. Am Ende muss er sich entscheiden: Festhalten am Alten oder Aufbruch ins Neue. Gezeigt wird eine 35mm-Kopie der vom DEFA Studio für Synchronisation hergestellten deutschen Kinofassung.

Mit Dank an das Bundesarchiv und an die DEFA-Stiftung.

Termine

Home Movie Come Back - Amateurfilm gestern und heute

Kleine Filme machen großes Kino. Begleitend zur aktuellen noch bis 4. November geöffneten Foyerausstellung HOME MOVIE COME BACK zeigen wir ausgewählte abendfüllende Dokumentar- und Essayfilme, die überwiegend aus Amateur- und Privatfilmaufnahmen bestehen oder das Thema »Home Movie« ins Zentrum rücken. Neben Pionierarbeiten für Fernsehen und Kino oder renommierten Genre-Klassikern kommen auch neuere Werke auf die Leinwand. Auf internationalen Festivals gefeiert, waren sie bislang in deutschen Kinos kaum zu sehen. Seien sie gespannt auf Filme, die durch Verwendung privater Bilder einen anderen Blick auf Alltag und Geschichte lenken.Die Filmreihe wurde von Ralf Forster und Oliver Hanley unter Mitwirkung der Studierenden des Masterstudiengangs Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg kuratiert. Sie flankiert den ersten Home Movie Day in Brandenburg.In Kooperation mit dem Masterstudiengang Filmkulturerbe der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF, gefördert durch das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften - ZeM