Die Farbe des Granatapfels

In rätselhaft-poetischen, zuweilen auch liebevoll-ironischen Bildern, lässt Parajanov die Welt des 18. Jahrhunderts und des armenischen Dichters und Volkssängers Sayat Nova aufleben. Im Entstehungsjahr 1969 zensiert, kam das Meisterwerk erst 1984 in die Kinos. In Potsdam kommt erstmals eine von der Cineteca di Bologna digitalisierte und restaurierte Fassung des Films zur Aufführung.

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Sergey Parajanov - Kunst ohne Grenzen

#in MarginalieAusstellungbis 6. Januar 2019 Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Republik Armenien und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgDie Filme des sowjetisch-armenischen Regisseurs Sergey Parajanov (1924-1990) gehören zu den bildmächtigsten und poetischsten innerhalb des filmgeschichtlichen Kanons. Während Parajanov von Zeitgenossen wie Fellini, Godard oder Tarkovski für seine Arbeiten bewundert wurde, unterlagen diese in der Sowjetunion der Zensur. Er selbst wurde mehrmals inhaftiert und später mit Arbeitsverbot belegt. Heute lassen sich - von Madonna bis Nicolas Jaar - die Bildmotive aus seinen Filmen als Zitate und Reverenzen in vielen Facetten der Popkultur und der Kunstszene wiederfinden.Als Maler und Bildhauer ist Parajanov bislang weniger bekannt. Über 600 Zeichnungen, Gemälde und Assemblagen werden im Sergey Parajanov Museum in Jerewan aufbewahrt und ausgestellt. Erstmals vermittelt eine Präsentation in Deutschland einen Eindruck von den barock anmutenden, sehr filigran ausgeführten Bildwerken. Durch Parajanovs Einsatz von Motiven und Objekten der Volkskunst des Kaukasus in Kombination mit Zitaten des westlichen Bilderkanons wird eine Künstlerpersönlichkeit sichtbar, die jenseits politischer und kultureller Demarkationen beheimatet ist.