Munch. Lebenslandschaft

Eine Filmreihe im Filmmuseum Potsdam begleitet die Ausstellung Munch. Lebenslandschaft und zeigt neben Filmbiographien über Edvard Munch Alfred Hitchcocks Die Vögel, dessen Szenenbildentwürfe direkt von Munchs Ästhetik beeinflusst wurden, sowie das Stummfilmepos Segen der Erdeaus dem Jahr 1921, das mit spektakulären Landschaftsaufnahmen aus dem Norden Norwegens aufwartet.

Bei Vorlage einer Eintrittskarte des Museums Barberini gewährt das Filmmuseum Potsdam ermäßigten Eintritt zu den genannten Filmen. Bei Vorlage eines Tickets der Filmvorführungen gewährt das Museum Barberini ermäßigten Eintritt in die Ausstellung Munch. Lebenslandschaft.


So, 03.12.2023, 18 Uhr
Munch
R: Henrik Martin Dahlsbakken, D: Alfred Ekker Strande, Mattis Herman Nyquist, Ola G. Furuseth, Norwegen 2023, 104'

In vier Episoden beleuchtet der FilmLebensstationen und -krisen Munchs. Vom aufstrebenden Künstler im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zum eigenwilligen Greis, der sein Lebenswerk im besetzten Norwegen vor den Nazis schützt. Munchs Leben ist verwoben mit der europäischen Geschichte und bewegt sich zwischen Euphorie und Selbstzerstörung, großem Erfolg und völligem Scheitern. Ein intensives Biopic, das jede seiner Episoden mit einer eigenen Ästhetik versieht. Der Film Munchwird als Preview vor dem Kinostart gezeigt.

So, 14.01.2024, 18 Uhr
Die Vögel

R: Alfred Hitchcock, D: Tippi Hedren, Rod Taylor, Jessica Tandy, USA 1963, 119'

Heerscharen von Möwen, Spatzen und Krähen belagern ein kalifornisches Küstenstädtchen und attackieren deren Bewohnerinnen und Bewohner. Der Szenenbildner Robert Boyle leitete seine Grundidee für die Bildwelten von Hitchcocks Horrorfilm-Klassiker direkt von Munchs berühmtesten Gemälde Der Schreiab: "I wanted to capture the same despairing mood, keep it gray and cloudy, and tone down the warm colors."

So, 11.02.2024, 18 Uhr
Munch in Hell

R: Stig Andersen, N/NL 2018, Dok., OmE, 74'

Munch hinterließ mit umfangreichen Notizen, Briefen, literarischen Werken und Entwürfen für eine Autobiographie viel Material, das in diese Filmbiographie Eingang fand, um einen Einblick in Munchs Gedankenwelt und seine Reaktionen auf Skandale, Schikanen und Misshandlungen zu geben. Der Film erzählt auch die Geschichte eines großen Vermächtnisses - Munch vermachte der Stadt Oslo mehr als 20.000 Graphiken und Skizzen sowie etwa 1.000 Gemälde. Trotzdem ist die Würdigung des Künstlers in seiner Heimat Norwegen nicht frei von Ambivalenzen.

So, 25.02.2024, 18 Uhr
Segen der Erde

R: Gunnar Sommerfeldt, D: Amund Rydland, Karen Thalbitzer, Siljusson av Terna, Norwegen 1921, engl. ZT, 96'

Das auf Knut Hamsuns gleichnamigem Roman basierende Drama erzählt von Isak, der sich in der norwegischen Wildnis, weitab von anderen Menschen ansiedelt. Er kommt mit Inger zusammen. Durch schwere Arbeit, Ackerbau und Viehzucht bringen sie es zu bescheidenem Wohlstand. Inger gebiert zwei Söhne. Als Inger das dritte Kind, ein Mädchen, gleich nach der Geburt tötet, weil es, wie sie, eine Hasenscharte hat, wird sie beim Vergraben beobachtet. Unberührte Natur, darin übernatürliche Elemente, Überlebenskampf, allen Widrigkeiten zu trotzen - diese beliebten nordischen Themen bestimmen auch das bildgewaltige Stummfilmepos.

So, 24.03.2024, 18 Uhr
Edvard Munch

R: Peter Watkins, D: Geir Westby, Gro Fraas, Johan Halsbog, Norwegen 1974, 221'

Der Film begleitet Munchs künstlerischen Werdegang in Oslo, Paris und Berlin von Beginn der 1880er Jahre bis zur Jahrhundertwende, behandelt seine von schwerer Krankheit gezeichnete Kindheit, den frühen Tod seiner Mutter und mehrerer Geschwister sowie die unglückliche Beziehung zu einer älteren verheirateten Frau. Auch fließt die Rezeptionsgeschichte von Munchs Werk ein, das lange vom bürgerlichen Publikum abgelehnt wurde. Peter Watkins, ein Pionier für das Genre des Dokudramas, inszeniert die Spielszenen in Edvard Munch mit dokumentarischen Mitteln und ausschließlich mit Laiendarsteller*innen. Das fast vierstündige Biopic bezeichnete Watkins, der in der Filmbranche oft mit Widerständen zu kämpfen hatte, als einen seiner persönlichsten Filme.