125 Jahre Kino - Vom Wintergarten zum Multiplex

30.10.2020

Veranstaltungsdatum
11.09.2020 - 19:00

125 Jahre Kino - Vom Wintergarten zum Multiplex
Film- und Veranstaltungsreihe vom 11.9.2020 bis 22.8.2021

PDF zur Reihe "125 Jahre Kino"

Vom Biophon zum Biomarkt. 111 Jahre Kino in Potsdam
Foyerausstellung
vom 11.9.2020 bis 28.3.2021

Film- und Veranstaltungsreihe:
125 Jahre Kino - Vom Wintergarten zum Multiplex
Am 1. November 1895 führten die Brüder Skladanowsky im Berliner Varieté Wintergarten »lebende Photographien« vor. Die Geburtsstunde des Kinos in Deutschland. Mit einer Film- und Veranstaltungsreihe feiern wir den 125. Geburtstag des Kinos und zeigen, wie sich die Aufführungspraxis über die Dekaden verändert hat. Vom Varieté zum Multiplex - über Jahrmarktkinos, Ladenkinos, Stummfilmpaläste, Kinos der 1950er, Freilicht- und Schachtelkinos - spielen wir durch, wie das Kinoerlebnis dort ausgesehen haben kann. Vorträge, Live-Musik und Performances, Soundcollagen und Exponate geben eine Idee davon, welche Atmosphäre herrschte. Ein Annäherungsversuch an die Geschichte des gerade in seinen Anfängen äußerst vielgestaltigen Erlebnisortes Kino.
Ausgewählte Spiel- und Dokumentarfilme über Kinos in der ganzen Welt flankieren die Veranstaltungsreihe.
Eintritt je Veranstaltung: 6,- Euro / ermäßigt 5,- Euro

Foyerausstellung:
Vom Biophon zum Biomarkt. 111 Jahre Kino in Potsdam
Die Ausstellung lädt zur Entdeckungsreise durch die Kino- und Stadtgeschichte Potsdams ein. 1909 eröffneten in der Innenstadt und in Babelsberg die ersten ortsfesten Kinos. Innerhalb kürzester Zeit folgten viele weitere. Gaststätten und Tanzsäle wurden zu Kinematographen-Theatern umgebaut, und selbst im Palast Barberini waren Filme zu sehen. Wie sahen die Kinos damals aus und wo lagen sie? Vom Biophon-Theater von 1909 über die Kinokultur in der DDR mit Sommerfilmtagen und Jugendfilmclubs bis zum Multiplexkino UCI in den Bahnhofspassagen und der Umwandlung des Kinos Charlott in einen Biomarkt schlägt die Ausstellung einen weiten Bogen in die Gegenwart.
Begleitend zur Ausstellung erscheint das reich bebilderte Buch »Komm mit ins Kino! Die Geschichte der Potsdamer Lichtspieltheater« von Jeanette Toussaint mit Kurzporträts aller Spielstätten. Buchvorstellung mit der Autorin am 8. Oktober 2020 um 19 Uhr.

Die Ausstellung kann bei freiem Eintritt täglich (außer montags) ab 10 Uhr bis zum Ende der letzten Kinovorstellung besucht werden.

Fr., 11. September 2020, 19 Uhr
Feierliche Eröffnung
Wintergartenprogramm
R: Max Skladanowsky, D 1895, 8'
Am Klavier: Ekkehard Wölk
Vortrag »Kinoarchitekturen im Wandel«: Chris van Uffelen (Architekturhistoriker)
Anschließend: Ausstellungsbesuch und Umtrunk
Ekkehard Wölk ist seit einem Vierteljahrhundert als Pianist, Komponist und Arrangeur im Grenzbereich zwischen Klassik und Jazz tätig. Zahlreiche Live-Konzerte führten ihn zu renommierten Festivals im In- und Ausland. Seine Konzerte werden u.a. vom Deutschlandfunk Kultur, dem rbb oder dem Bayerischen Rundfunk übertragen. Seit vielen Jahren begleitet er solistisch oder mit Ensemble Stummfilme.
Chris van Uffelen ist freier Kunsthistoriker und Autor mit Schwerpunkten in der Architektur des Mittelalters, der klassischen Moderne und zeitgenössischem Bauen. Er verfasste Zeitschriftenartikel und Bücher zu diesen Themen sowie zahlreiche Beiträge zur gesamten Kunst- und Architekturgeschichte.


Fr., 30. Oktober 2020, 19 Uhr
Im Jahrmarktkino
Drei Nummernprogramme
jeweils 20'
Kinoerzähler: Sebastian Stielke (Schauspieler)
An der Welte-Kinoorgel: Susanne Schaak
Einführung: Claude Bertemes (Cinémathèque de la Ville de Luxembourg; angefragt)
Soundcollage: Michael Schenk (Klangkünstler)

Fr., 13. November 2020, 19 Uhr
Im Ladenkino
Nummernprogramm
1907 - 1910, insges. 60'
Am Klavier: Ekkehard Wölk
Einführung: Joseph Garncarz (Filmhistoriker)
Soundcollage: Michael Schenk (Klangkünstler)

Fr., 18. Dezember 2020, 19 Uhr
Im Stummfilmpalast der 1920er
Varieté
R: E. A. Dupont, D: Emil Jannings, Lya de Putti, D 1925, 102'
Vorprogramm: Jonglage und Kurzfilme
An der Welte-Kinoorgel: Stephan Graf von Bothmer
Einführung: Nina Goslar (ARTE Filmredaktion im ZDF)
Soundcollage: Michael Schenk (Klangkünstler)

Fr., 15. Januar 2021, 19 Uhr
Im Kino der 1950er
Ware für Katalonien
R: Richard Groschopp, D: Eva-Maria Hagen, Hartmut Reck, DDR 1959, 99'
Vorprogramm: Werbung, Vorfilm, Wochenschau
Einführung: Ralf Schenk (Filmhistoriker)

Sa., 6. Februar 2021, 17 Uhr / 19:30 Uhr / 22 Uhr
Im Schachtelkino der 1970er
17 Uhr
Der Mann mit der Todeskralle
R: Robert Clouse, D: Bruce Lee, John Saxon, USA/Hongkong 1973, 98'
Vorprogramm: Werbung und Trailer

19.30 Uhr
Zombie
R: George A. Romero, D: David Emge, Ken Foree, USA/I 1978, 118'
Einführung: Jörg Buttgereit (Autor, Regisseur)

22 Uhr
Lass jucken, Kumpel
R: Franz Marischka, D: Birgit Bergen, Elke Boltenhagen, D 1972, 95'
Vorprogramm: Experiments in Love (3D) R: Daniel L. Symmes, USA 1977, engl. OF, 28'

Fr., 19. März 2021, 19 Uhr
Im Multiplex der 1990er
Batmans Rückkehr
R: Tim Burton, D: Michael Keaton, Michelle Pfeiffer, USA/GB 1992, 126'
Vorprogramm: Werbung und Trailer
Mit Einführung
Soundcollage: Michael Schenk (Klangkünstler)

Sa., 14. August 2021
Bei den Sommerfilmtagen
Spur des Falken
R: Gottfried Kolditz, D: Gojko Mitić, Barbara Brylska, DDR 1968, 107'
Vorprogramm: Werbung und Trailer
Einführung: Jens-Uwe Fischer (Historiker)
Veranstaltungsort: Freundschaftsinsel Potsdam (Zugang über Lange Brücke)

Veranstaltungsorganisation: Birgit Acar, Sachiko Schmidt
Ausstellungskurator: Philipp Stiasny
Ko-Kuratorin: Esther Riese
Projektkoordination: Inga Selck
Assistenz: Esther Bartke, Marisa Menzel

Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg, der Landeshauptstadt Potsdam, dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM) und der Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst.

Die Ausstellung und Veranstaltungsreihe sind ein Beitrag des Filmmuseums zur Ausgestaltung der Auszeichnung Potsdams als UNESCO Creative City of Film.

Bitte beachten: Aufgrund der derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregeln ist die Anzahl der Karten begrenzt. Eine frühzeitige Reservierung wird empfohlen.