... verdammt, ich bin erwachsen …

... verdammt, ich bin erwachsen … F: DEFA-Köfer
Der 15-jährige Klaus Kambor, genannt Kurbel, lebt in einem Dorf in der Nähe eines Tagebaus in der Lausitz. Er geht in die 9. Klasse und hält sich, groß und kräftig, schon für erwachsen. Der erste, zärtli che Kuss von Daniela scheint das zu bestätigen. Mit einer von ihm entwickelten "Rasenmäh-Methode" löst Kurbel einen Waldbrand aus. Weil er sich seiner Verantwortung nicht stellt, wendet sich Daniela von ihm ab. Und der Tagebau rückt dem Dorf und Kurbels Lieblingsplätzen in der Umgebung immer näher. Einfühlsam beschreibt der Film die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Erwachsenwerdens vor dem Hintergrund der DDR-Alltagswelt aus unvoreingenommener, kindlich-jugendlicher Perspektive.
Schon früh verlegte sich Rolf Losansky, der an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg Regie studierte, auf den Kinderfilm. Ein Genre, das vielfältige künstlerische Möglichkeiten bot, weniger stark im Fokus der staatlichen Zensur stand und eine offensive Auseinandersetzung mit dem Alltagsleben in der DDR ermöglichte. Losanskys Kinderfilme sind immer auch Filme für Erwachsene. Aufwendig inszeniert, sorgfältig und genau besetzt, oft mit hervorragender Tricktechnik hergestellt, wurden sie von einem Millionenpublikum gesehen und erhielten nationale und internationale Auszeichnungen.

Termine

Zum 80. Geburtstag von Rolf Losansky