Kurzfilmprogramm: Tanzende Kaffeewärmer und mechanische Ballette

Tanzfilme der 1920er bis 1940er Jahre prägen die künstlerische Avantgarde ihrer Zeit. Schon mit Fernand Légers Ballet Mécanique zeigen sich tänzerische Abläufe, die anstatt lebendiger Körper abstrakte Gegenstände in den Fokus nehmen. Erst mit der Montage entsteht so eine Choreographie, die dem Medium Film vorbehalten bleibt. Auch Maya Deren bringt in A Study for Choerography for Camera durch sehr exaktes Montieren unterschiedliche Bewegungs- und Aufnahmegeschwindigkeiten zusammen, die einzig der Film zu einem Tanz werden lassen kann. Nahaufnahmen einzelner Körperteile werden für künstlerische Experimente, aber auch zu didaktischen Zwecken verwendet: In Sie können nicht Charleston tanzen? werden die Möglichkeiten der Zeitlupe benutzt, um dem Publikum eine Charleston-Stunde zu erteilen. Ausdruckstänzerin Niddy Impekoven bringt mit ihren Tanz-Pantomimen verschiedenste Objekte in Bewegung, so eine Puppe der Künstlerin Lotte Pritzel in Die Pritzelpuppe oder den berühmten Münchener Kaffeewärmer.
Live am Klavier: Eunice Martins

Vorab (am 19.1.) um 17 Uhr: Kurator/-innenführung durch die Ausstellung »Alles dreht sich ... und bewegt sich. Der Tanz und das Kino«

Termine

Alles dreht sich... und bewegt sich. Der Tanz und das Kino

Die multimediale Ausstellung zeigt das facettenreiche Wechselspiel von Tanz und Filmkamera und führt in den Ballsaal, die Disco, den Probenraum und auf die Bühne. Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme stellen den Tanz in Beziehung zu Politik und Hochkultur, zu Glamour, Kitsch und Underground.